| Koreanische Schreibweise | |
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| Hangeul | 이영훈 |
| Hanja | 李榮薰 |
| Revidierte Romanisierung |
I Yeonghun |
| McCune- Reischauer |
I Yŏnghun |
Lee Young-hoon (koreanisch: 이영훈, * 1951), Lee Yong-hoon, Rhee Yong-hoon, oder Yi Yŏnghun, ist ein südkoreanischer Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Seoul National University. Er ist Präsident des Naksungdae-Instituts für Wirtschaftsforschung (낙성대경제연구소).
Lee ist Mitglied und einer der Mitvertreter des Schulbuchforums der südkoreanischen New-Right-Bewegung. Bekannt wurde er insbesondere durch seine auf positivistischen Methoden beruhenden Forschungen zur Wirtschaftsgeschichte der Joseon-Dynastie.
Lee wurde in Daegu in Südkorea geboren.
Lee absolvierte ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Seoul National University, wo er auch promovierte. Anschließend war er als außerordentlicher Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Hanshin-Universität sowie als Professor an der Sungkyunkwan-Universität tätig. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen wurde er 2013 mit dem Kyung-Ahm-Preis ausgezeichnet.
Lee Young-hoon veröffentlichte das Buch Anti-Japan Tribalism. Darin vertreten die Autoren die These, dass unter einer kleinen Minderheit der südkoreanischen Bevölkerung eine schamanistisch geprägte Denkweise verbreitet sei, die Japan als einen zentralen Gegner betrachte. Nach Auffassung der Autoren habe diese Sichtweise zur Entstehung bestimmter antijapanischer Argumentationsmuster innerhalb der südkoreanischen Gesellschaft beigetragen. Das Buch wurde von südkoreanischen Historikern wegen historischer Verzerrungen und seiner politischen Ausrichtung kritisiert. Dabei wurde unter anderem auf die Verbindungen zahlreicher Mitautoren zur südkoreanischen New-Right-Bewegung verwiesen.
Lee stellte Darstellungen über die Misshandlung der koreanischen Bevölkerung während der japanischen Kolonialherrschaft sowie über die wirtschaftliche Entwicklung Koreas in dieser Zeit infrage. Er vertrat die Auffassung, dass die Zahl der sogenannten Trostfrauen, die in Südkorea als Sexsklavinnen betrachtet werden, sowie die Zahl der Zwangsarbeiter in koreanischen Schulbüchern überhöht dargestellt worden seien.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lee, Young-hoon |
| ALTERNATIVNAMEN | Lee, Yong-hoon; Rhee, Yong-hoon; Yi, Yŏnghun |
| KURZBESCHREIBUNG | südkoreanischer Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 1951 |