Das Dorf liegt auf einem Hochplateau mit kleineren Erhebungen (Strich (499mü.NHN, 0,8km westlich), Weißenberg (513mü.NHN, 0,9km nördlich), Buchberg (523mü.NHN, 1,2km südöstlich) und Melm (508mü.NHN, 0,8km südwestlich)) am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz. Der Ort ist überwiegend von Acker- und Grünland umgeben. Im Norden verläuft die Bundesautobahn 70. Dort befindet sich eine Photovoltaikanlage. Westlich und östlich von Leesau gibt es je einen Baum, die beide als Naturdenkmäler ausgezeichnet sind. Die Kreisstraße KU8 führt nach Großenhül (2,4km südlich) bzw. nach Menchau (2km nordöstlich).
Geschichte
Der Ort wurde 1356 als „Lesein“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1421 wurde der Ort „Lessen“ genannt, 1526 „Lesaw“. Dem Ortsnamen liegt das Substantiv leština (slaw. für Haselnussgebüsch) zugrunde. Doch auch eine Herleitung vom ebenfalls slawischen Lěšane ist denkbar, dieses Wort bezeichnet die 'Leute, die im oder am Wald wohnen'. Später kam es zur Angleichung an Ortsnamen benachbarter Siedlungen, die auf -au enden.
↑E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S.94f.
↑ Eichler, Ernst u. a.: Beiträge zur slavisch-deutschen Sprachkontaktforschung; Bd. 2: Siedlungsnamen im oberfränkischen Stadt- und Landkreis Bayreuth, Heidelberg 2006 (Slavica. Monographien, Hand-, Lehr- und Wörterbücher, Bd. 4). S. 143 Ortsnamenartikel "Lesau, Breiten-", S. 142–144.
12R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S.613.
12R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S.766.