Hülsenfrüchtler

Hülsenfrüchtler

Zottige Wicke (Vicia villosa), Blüten und unreife Hülsenfrucht

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler
Wissenschaftlicher Name
Fabaceae
Lindl.

Die Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder veraltet Leguminosae; früher: Papilionaceae), auch Leguminosen (botanisch Leguminosae) genannt, sind eine der artenreichsten Pflanzenfamilien und gehören zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). Sie wurde früher in drei Unterfamilien, die manchmal auch als eigene Familien behandelt wurden, seit 2017 in sechs Unterfamilien, mit vielen Tribus, gegliedert und enthält insgesamt etwa 730 Gattungen mit fast 20.000 Arten. Sie enthält die artenreichste Gattung innerhalb der Gefäßpflanzen: Astragalus mit etwa 2000 Arten.

Beschreibung und Ökologie

Mit Stacheln bewehrter Stamm von Erythrina sandwicensis
Illustration von Senna timoriensis

Erscheinungsbild

Es sind zum einen ein- bis zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen und zum anderen verholzende Pflanzen: Bäume, Sträucher und Lianen. Sie wachsen selbständig aufrecht, kriechend oder kletternd. Bei einer ganzen Reihe von Arten oder Sorten der Kulturpflanzen führen die Sprossachsen kreisende Bewegungen meist in, seltener gegen den Uhrzeigersinn aus; es sind windende Pflanzen, die an anderen Pflanzen oder Gegenständen empor klettern. Einige Arten sind Epiphyten. Einige Arten besitzen xerophytische Anpassungen. Die Pflanzen können mit Stacheln oder Dornen bewehrt sein.

Laubblätter und Nebenblätter

Die meist wechselständigen Laubblätter sind meist in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreiten sind meist gefiedert. Bei allen Unterfamilien sind ursprünglich Fiederblätter vorhanden, die in einigen Gattungen und Arten auf die Endfieder reduziert sein können, wie beispielsweise beim Färber-Ginster (Genista tinctoria), oder nur aus drei Blättchen bestehen, wie bei den Klee-Arten (Trifolium). Die Blattspreiten und Fiederblätter können sehr unterschiedlich groß sein.

Bei manchen Arten sind die Fiederblätter völlig oder bei vielen Arten teilweise zu Ranken umgebildet; meist werden die Ranken nur von der Endfieder gebildet. Wenn die Endfieder zu einer Ranke umgebildet ist oder fehlt, nennt man das paarig gefiedert und wenn die Endfieder normal ausgebildet ist, nennt man das unpaarig gefiedert. Bei den Cercideae sind die Blattspreiten einfach.

Es sind Nebenblätter vorhanden, die je nach Art sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. Die Nebenblätter können wie bei der Robinie (Robinia pseudoacacia) zu Dornen („Nebenblattdornen“) umgebildet sein, oder sie sind wie beispielsweise bei der Ranken-Platterbse (Lathyrus aphaca) besonders groß und übernehmen die Hauptassimilationsfunktion, da die eigentlichen Blattorgane zu Ranken umgebildet sind. Einige Arten besitzen eine verdickte Stelle im unteren Teil des Nebenblattes, die Bewegungen bewirken kann („Pulvinus“).

Bei einigen Arten sind die Blätter reduziert und Phyllodien übernehmen die Aufgabe der Photosynthese.

Blütenstände und Blüten

Die Blüten können in traubigen, ährigen, rispigen, wickelförmigen oder kopfigen Blütenständen zusammen stehen.

Die meist zwittrigen, radiärsymmetrischen bis zygomorphen Blüten sind meist fünfzählig mit doppeltem Perianth. Besonders bei den Mimosoideae kommen auch einhäusig getrenntgeschlechtige (monözische) Arten vor. Die meist fünf (drei bis sechs) Kelchblätter sind verwachsen. Besonders im Bau der Blüten unterscheiden sich die Unterfamilien.

In der Knospenlage besitzen die Kronblätter Faboideae eine absteigende Deckung, aber bei den Caesalpinioideae mit aufsteigender Deckung. Es kann ein Blütenbecher vorhanden sein. Es sind meist fünf (ein bis fünf) Kronblätter vorhanden; mindestens drei Kronblätter sind untereinander frei. Die typischen Schmetterlingsblüten, es geht um die Blütenkrone, entsteht durch die Ausformung der meist fünf Blütenkronblätter. Das obere, meist aufgerichtete Kronblatt nennt man Fahne („Vexillum“), die beiden seitlichen nennt man Flügel („Alae“), die beiden unteren schließlich sind mehr oder weniger stark verwachsen oder verklebt und bilden das Schiffchen („Carina“). Die Kronblätter können genagelt sein. Nur bei 26 Gattungen der Caesalpinioideae, einigen Gattungen der Swartzieae und Amorphieae fehlen Blütenhüllblätter, dann sind die Staubblätter am auffälligsten und es dienen bei ihnen meist Fledertiere als Bestäuber.

Wenn zehn Staubblätter vorhanden sind, dann sind sie bei den Faboideae meist alle oder nur zu neunt verwachsen und bilden eine lange Röhre (bzw. Rinne bei 9 verwachsenen), die das Fruchtblatt umgibt; oder die Staubblätter sind untereinander frei (Sophora). Bei den Mimosoideae sind drei bis hundert Staubblätter vorhanden. Selten sind nur ein oder zwei Staubblätter vorhanden. Bei wenigen Taxa sind die Staubblätter mit den Kronblättern verwachsen. Entweder sind alle Staubblätter fertil oder ein Teil ist zu Staminodien umgewandelt. Die Pollenkörner besitzen meist drei oder sechs, seltener zwei, vier oder keine Aperturen; sie sind meist colporat, oder seltener porat, colpat, oder rugat; sie sind fast immer zweizellig oder bei wenigen Mimosoideae dreizellig. In jeder Blüte gibt es meist nur ein mittel- bis oberständiges Fruchtblatt; bei wenigen Mimosoideae sind zwei bis 16 freie Fruchtblätter vorhanden.

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie), Vögel (Ornithophilie, besonders bei südaustralischen Arten) oder Fledertiere (Chiropterophilie). Die Übertragungsmechanismen des Pollens auf Insekten bei der Bestäubung sind bei vielen Arten sehr interessant, es gibt beispielsweise einen „Explosionsmechanismus“ (Besenginster, Cytisus scoparius) oder „Klappmechanismus“ (Färberginster, Genista tinctoria).

Samen verschiedener Hülsenfrüchtler

Früchte und Samen

Die Hülsenfrüchtler haben ihren Namen von der „Hülsenfrucht“, einem Fruchttyp, der nur hier vorkommt. Es wird eine Hülsenfrucht gebildet, die sich bei Reife meist an der Bauch- und Rückennaht öffnet. Seltener werden auch Gliederhülsen mit Bruchfrüchten (Kleiner Vogelfuß, Ornithopus perpusillus), die sich zu Nüsschen entwickeln, ausgebildet. Einige wenige Taxa bilden auch Balgfrüchte, Samaras, achänen-, beeren- oder steinfruchtähnliche Früchte. Bei einigen Mimosoideae können auch mehrere Früchte zu einer Sammelfrucht vereint sein. Die Früchte enthalten ein bis hundert Samen. Die kleinen bis sehr großen Samen sind meist ungeflügelt oder besitzen selten, wie bei einigen Mimosoideae, Flügel. Die stärkehaltigen oder -freien Samen können eine Mikropyle besitzen, die zickzackförmig sein kann.

Ökologie

Symbiose mit Bakterien und Pilzen

Wurzelknöllchen bei Leguminosen

Die meisten Leguminosen gehen in ihren Wurzelknöllchen eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien (Rhizobien) ein. Sie machen sich dadurch unabhängig vom Nitratgehalt des Bodens und sind in extrem stickstoffarmen Böden (zum Beispiel Akazien in der „Wüste“) erst lebensfähig. Zum Schutz der Bakterien vor Luftsauerstoff sind Leguminosen in der Lage, das Sauerstoff-bindende Protein Leghämoglobin zu bilden.

Durch ihre Rhizobien tragen Leguminosen zur Fruchtbarkeit des Bodens bei (siehe Gründüngung). In der Landwirtschaft werden sie daher gern zur Melioration als Zwischenfrüchte angebaut. Die Stickstofffixierung kann 100 kg/ha pro Monat erreichen.

In Pflanzengesellschaften mit der Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) wurde ein Pilz entdeckt, der Insekten befällt und deren Stickstoff an die Pflanze weitergibt.

Inhaltsstoffe

Leguminosen sind sehr nährstoffreiche Pflanzen, die reichlich Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, aber auch antinutrive Stoffe beinhalten. Die antinutritiven Inhaltsstoffe sind der Grund, warum Leguminosen in der Regel durch bereits im 5./6. Jahrhundert (in der Epistula Anthimi des Arztes Anthimus) empfohlenes Kochen oder Keimen verarbeitet werden müssen. Die Hülsenfrüchtler enthalten giftig wirkende Hemmstoffe (Inhibitoren) des Enzyms Proteinase und Hämagglutinine. Die Proteinase-Inhibitoren bewirken eine Störung der Proteinverwertung, was (im Tierversuch) zu verzögertem Wachstum und zu einer Hypertrophie der Bauchspeicheldrüse führt. Die Hämagglutinine können das Blut agglutinieren und zu Magen-Darm-Blutungen führen. Sowohl die Proteinase-Inhibitoren als auch die Hämagglutinen werden beim Erhitzen zerstört.

In den Samen vieler Arten der Fabaceae kommen sogenannte Lektine bzw. Glykoproteine vor. Diese können mit Kohlenhydratgruppen von Glykolipiden oder Glykoproteinen auf Zelloberflächen spezifische Bindungen eingehen, ähnlich wie Antigen-Antikörper-Reaktionen. Die Reaktion kann Blutgruppen-spezifisch erfolgen. Verbreitet kommen toxische Lektine vor, diese sind beispielsweise bei Phaseolus für die Giftigkeit roher Früchte verantwortlich.

Häufig sind Alkaloide enthalten. Als Fraßschutz sind Chinolizidin-Alkaloide vorhanden; bei sogenannten „Süßlupinen“ wurden sie durch Züchtung entfernt, sodass diese Sorten als Futtermittel angebaut werden können. Auch andere cyanogene Verbindungen dienen als Fraßschutz.

Auch Saponine stellen eine wichtige Inhaltsstoffgruppe dar. Flavonole können vorhanden sein.

Bedeutung als Nutzpflanzen

Aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts (Legumin) sind Früchte und Samen der Hülsenfrüchtler fast weltweit ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Insbesondere bei fleischarmer oder vegetarischer Kost sind sie fast unverzichtbar. Beispiele sind etwa Erbsen, Kichererbsen, Bohnen, Azukibohnen, Limabohnen und Linsen, die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) gehören. Oft werden nur die Samen gegessen und umgangssprachlich werden dann die Samen – totum pro parte – meist „Hülsenfrüchte“ genannt. Dagegen werden bei grünen Bohnen und Zuckererbsen die ganzen Früchte gegessen. Einige Hülsenfrüchte können wie Zuckererbsen roh gegessen werden. Aufgrund der enthaltenen Alkaloide und Lektine sind viele im rohen Zustand gesundheitsschädlich. Speziell grüne Bohnen müssen vor dem Verzehr vollständig durchgegart werden. Die Lagerung erfolgt meist in getrocknetem Zustand. Außer bei Linsen und geschälten, halben Erbsen ist in der Regel ein Einweichen in Wasser (über Nacht) notwendig, um die Kochzeit auf ein vertretbares Maß zu reduzieren.

Die für die Ernährung wichtigsten Hülsenfrüchte mit ihrer mittleren chemischen Zusammensetzung von Nährstoffen (in Prozent)
Fruchtart Wasser Proteine Kohlenhydrate Ballaststoffe Fette
grüne Bohnen 82–90 2,5–6 6,5–8,5 na 0,3
Bohnen, getrocknet 11–14 24–26 47–55 na 1,5–2
frische Erbsen 80 2,5–6,5 4–12,5 na 0,5
Erbsen, getrocknet 14 23 53 na 2
Kichererbsen, getrocknet 20,5 61 na 4,8
Linsen, getrocknet 12 26 53 na 2
Sojabohnen, getrocknet 10 34 27 na 19
Erdnüsse, getrocknet 2 24 22 na 50
Lupinen, getrocknet 15 38 25 na 4

Der überwiegende Anteil der in den Hülsenfrüchten enthaltenen Kohlenhydrate sind Mehrfachzucker, vor allem Raffinose.

In Europa wird der größte Anteil der angebauten Leguminosen als Futtermittel für Wiederkäuer, Schweine und Hühner eingesetzt. Für die Fütterung werden besonders Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen, Luzerne (Alfalfa) und Sojabohnen angebaut. Der Großteil des Bedarfs an eiweißreichen Futtermitteln in Europa wird durch Importe von Sojabohnen vor allem aus Lateinamerika gedeckt.

Die positiven Umweltwirkungen der Leguminosen haben zu einer Förderung dieser Kulturen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik geführt. Ökonomisch sind die Kulturen noch wenig attraktiv, wenn sie als Einzelkulturen verglichen werden. Wird ihr Vorfrucht­wert in der Fruchtfolge mit berücksichtigt, können Leguminosen unter bestimmten Bedingungen ökonomisch attraktiv sein. Für eine solche Bewertung sind Modelle entwickelt worden, welche diese Annahme bestätigen und gleichzeitig aufzeigen, dass große Mengen Stickstoffdünger eingespart und Emissionen von Lachgas reduziert werden können. Die Einsparungen können bis zu 50 % betragen.

Viele Arten liefern tropische Hölzer (Palisander: Dalbergia- und Machaerium-Arten, Sophora-Arten). In den gemäßigten Gebieten wurde die Robinie als Forstpflanze angepflanzt und ist verwildert. Viele Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen verwendet.

Systematik und botanische Geschichte

Taxonomie

Die Familie Fabaceae wurde 1836 durch John Lindley in An Introduction to the Natural System of Botany, 148 aufgestellt.

Die Hülsenfrüchtler sind eine von wenigen Familien, die zwei gültige, alternativ verwendbare wissenschaftliche Namen besitzen: Der Name Leguminosae wurde durch Michel Adanson im Jahr 1763 geschaffen. Erst 1836 wurde von John Lindley der neue Name Fabaceae gebildet. Die nomenklatorische Typusgattung für Fabaceae Lindl. nom. cons. ist die Gattung Faba Miller, dies ist ein Synonym von Vicia L.

Die Familie Fabaceae umfasst etwa 730 Gattungen mit fast 20.000 Arten. Sie wurde Anfang des 21. Jahrhunderts noch in drei Unterfamilien und etwa 35 Tribus gegliedert (Gattungen siehe Unterfamilien und Tribus): Die Forschungsarbeiten der 2000er Jahre zeigten, dass noch mehr Gruppen aus den Unterfamilien ausgegliedert werden müssen, damit die Unterfamilien monophyletisch werden. Dabei scheint wohl die Unterfamilie Faboideae in ihrem Umfang der 2000er Jahre monophyletisch zu sein. Die Tribus war noch 2006 Cassieae s. l. ist polyphyletisch. Die Unterfamilie Caesalpinioideae ist 2006 weitgehend aufgelöst. Es gibt entsprechend der fortlaufend hinzukommenden Daten aus molekulargenetischen Untersuchungen immer wieder neue beziehungsweise ergänzende Gliederungen innerhalb der Familie Fabaceae.

Synonyme der Familie Fabaceae Lindl. sind: Acaciaceae E.Mey., Aspalathaceae Martinov, Astragalaceae Bercht. & J.Presl, Caesalpiniaceae R.Br. nom. cons., Cassiaceae Vest, Ceratoniaceae Link, Detariaceae (DC.) Hess, Hedysaraceae Oken, Inocarpaceae Zoll., Leguminosae Adans., nom. cons., Mimosaceae R.Br., nom. cons., Papilionaceae Giseke, nom. cons., Phaseolaceae Schnitzl., Swartziaceae (DC.) Bartl., Viciaceae Bercht. & J.Presl.

Schmetterlingsblütler (Faboideae)

Schmetterlingsblütler (Faboideae): Sie wird 2025 in etwa 29 Tribus gegliedert und enthält etwa 476 Gattungen mit etwa 13855 Arten. Sie besitzen die typischen, zygomorphen Schmetterlingsblüten.

Sehr viele der Schmetterlingsblütler gehören der informellen NPAAA-Klade an. Deren gemeinsames Merkmal ist die Bildung einer bestimmten Aminosäure, die aber nicht in Proteine eingebaut wird.

Mimosengewächse (Mimosoideae)

Mimosengewächse (Mimosoideae): Sie wird in etwa drei Tribus gegliedert und enthält etwa 82 Gattungen mit etwa 3275 Arten. Die Blüten sind meist radiärsymmetrisch.

Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae)

Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae): Sie wird in etwa zwei Tribus gegliedert und enthält etwa 140 Gattungen mit über 1000 verholzenden Arten. Die Blüten sind meist zygomorph:

2006 wurden wenige Tribus keiner der drei Unterfamilien zugeordnet, aber sie haben ab 2010, 2013, 2018 den Rang von weiteren Unterfamilien:

Tribus Bauhinieae: Lysiphyllum hookeri
Tribus Cercideae: Blüten von Adenolobus garipensis

Unterfamilie Cercidoideae

Unterfamilie Cercidoideae Azani et al.: Sie wird in zwei Tribus gegliedert:

Tribus Afzelieae: Blüte von Afzelia quanzensis
Tribus Amherstieae: Ecuadendron acosta-solisianum
Tribus Barnebydendreae: Barnebydendron riedelii
Tribus Detarieae: Zweig mit Laubblättern und Früchten von Detarium microcarpum
Tribus Saraceae: Kauliflorie bei Saraca declinata
Tribus Schotieae: Zweig mit Laubblättern und Blütenstand von Schotia latifolia

Unterfamilie Detarioideae

Unterfamilie Detarioideae Burmeist. (Syn.: Detariaceae J.Hess, Tamarindaceae Martinov): Sie wird in etwa sechs Tribus gegliedert:

Unterfamilie Dialioideae: Illustration aus Paxton von Labichea lanceolata
Unterfamilie Dialioideae: Zweig mit Blütenständen von Storckiella australiensis

Unterfamilie Dialioideae

Unterfamilie Duparquetioideae

Evolution

Der Ursprung der Familie Fabaceae wird in der späten Kreidezeit (vor 65 bis 70 Millionen Jahren) vermutet.

Siehe auch

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 The Legume Phylogeny Working Group (LPWG 2017): Nasim Azani, Marielle Babineau, C. Donovan Bailey, Hannah Banks, Ariane R. Barbosa, Rafael Barbosa Pinto, James S. Boatwright, Leonardo M. Borges, Gillian K. Brown, Anne Bruneau, Elisa Candido, Domingos Cardoso, Kuo-Fang Chung, Ruth P. Clark, Adilva de S. Conceição, Michael Crisp, Paloma Cubas, Alfonso Delgado-Salinas, Kyle G. Dexter, Jeff J. Doyle, Jérôme Duminil, Ashley N. Egan, Manuel de la Estrella, Marcus J. Falcão, Dmitry A. Filatov, Ana Paula Fortuna-Perez, Renée H. Fortunato, Edeline Gagnon, Peter Gasson, Juliana Gastaldello Rando, Ana Maria Goulart de Azevedo Tozzi, Bee Gunn, David Harris, Elspeth Haston, Julie A. Hawkins, Patrick S. Herendeen, Colin E. Hughes, João R.V. Iganci, Firouzeh Javadi, Sheku Alfred Kanu, Shahrokh Kazempour-Osaloo, Geoffrey C. Kite, Bente B. Klitgaard, Fábio J. Kochanovski, Erik J.M. Koenen, Lynsey Kovar, Matt Lavin, Marianne le Roux, Gwilym P. Lewis, Haroldo C. de Lima, Maria Cristina López-Roberts, Barbara Mackinder, Vitor Hugo Maia, Valéry Malécot, Vidal F. Mansano, Brigitte Marazzi, Sawai Mattapha, Joseph T. Miller, Chika Mitsuyuki, Tania Moura, Daniel J. Murphy, Madhugiri Nageswara-Rao, Bruno Nevado, Danilo Neves, Dario I. Ojeda, R. Toby Pennington, Darién E. Prado, Gerhard Prenner, Luciano Paganucci de Queiroz, Gustavo Ramos, Fabiana L. Ranzato Filardi, Pétala G. Ribeiro, María de Lourdes Rico-Arce, Michael J. Sanderson, Juliana Santos-Silva, Wallace M. B. São-Mateus, Marcos J. S. Silva, Marcelo F. Simon, Carole Sinou, Cristiane Snak, Élvia R. de Souza, Janet Sprent, Kelly P. Steele, Julia E. Steier, Royce Steeves, Charles H. Stirton, Shuichiro Tagane, Benjamin M. Torke, Hironori Toyama, Daiane Trabuco da Cruz, Mohammad Vatanparast, Jan J. Wieringa, Michael Wink, Martin F. Wojciechowski, Tetsukazu Yahara, Tingshuang Yi, Erin Zimmerman: A new subfamily classification of the Leguminosae based on a taxonomically comprehensive phylogeny. In: TAXON, Volume 66, Issue 1, Februar 2017, S. 1–288. doi:10.12705/661.3 PDF.
  2. ↑ Hülsenfrüchtler. In: Lexikon der Biologie. spektrum.de, abgerufen am 31. Dezember 2024.
  3. ↑ Scott W. Behie, Paul M. Zelisko, Michael J. Bidochka: Endophytic Insect-Parasitic Fungi Translocate Nitrogen Directly from Insects to Plants. In: Science. Band 336, 2012, S. 1576–1577, doi:10.1126/science.1222289.
  4. ↑ Nutritive und antinutritive Inhaltsstoffe der Leguminosen, (Memento vom 19. August 2009 im Internet Archive) zuletzt eingesehen im September 2009.
  5. ↑ Irmgard Bitsch: Ernährungsempfehlungen in mittelalterlichen Quellen und ihre Beurteilung aus heutiger Sicht. In: Trude Ehlert (Hrsg.): Haushalt und Familie in Mittelalter und früher Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 6.–9. Juni 1990 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Mit einem Register von Ralf Nelles. Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4156-X, S. 129–136, hier: S. 131–132.
  6. ↑ Sofia Quaglia: Legumes research gets flexitarian pulses racing with farming guidance. 13. April 2021, abgerufen am 13. April 2021 (englisch).
  7. ↑ The Environmental Role of Protein Crops in the New Common Agricultural Policy - Think Tank. In: www.europarl.europa.eu. Abgerufen am 18. März 2016.
  8. ↑ Sara Preissel, Moritz Reckling, Nicole Schläfke, Peter Zander: Magnitude and farm-economic value of grain legume pre-crop benefits in Europe: A review. In: Field Crops Research. Band 175, 1. April 2015, S. 64–79, doi:10.1016/j.fcr.2015.01.012.
  9. ↑ Moritz Reckling, Jens-Martin Hecker, Göran Bergkvist, Christine A. Watson, Peter Zander: A cropping system assessment framework—Evaluating effects of introducing legumes into crop rotations. In: European Journal of Agronomy. doi:10.1016/j.eja.2015.11.005.
  10. ↑ Sofia Quaglia: Legumes research gets flexitarian pulses racing with farming guidance. 13. April 2021, abgerufen am 13. April 2021 (englisch).
  11. ↑ John Lindley: An Introduction to the Natural System of Botany, 1836, 148.
  12. 1 2 3 4 Fabaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 12. Juli 2025.
  13. ↑ Martin F. Wojciechowski, Johanna Mahn, Bruce Jones: Fabaceae – Legumes: Eintrag beim Tree-of-Life-Projekt, 2006.
  14. ↑ R. P. Wunderlin: Reorganization of the Cercideae (Fabaceae: Caesalpinioideae). In: Phytoneuron, Volume 48, 2010, S. 1–5. PDF.
  15. ↑ Liam Trethowan, Ruth Clark, Barbara A. Mackinder: A synopsis of the neotropical genus Schnella (Cercideae: Caesalpinioideae: Leguminosae) including 12 new combinations. In: Phytotaxa, Volume 204, Issue 4, April 2015. doi:10.11646/phytotaxa.204.4.1
  16. 1 2 Ruth P. Clark, Barbara A. Mackinder, Hannah Banks: Cheniella gen. nov. (Leguminosae: Cercidoideae) from southern China, Indochina and Malesia. In: European Journal of Taxonomy, Volume 360, 2017, S. 1–37. online doi:10.5852/ejt.2017.360.
  17. ↑ Y.-H. Wang, S. Wicke, H. Wang, J.-J. Jin, S.-Y. Chen, S.-D. Zhang, D.-Z. Li, T.-S. Yi: Plastid Genome Evolution in the Early-Diverging Legume Subfamily Cercidoideae (Fabaceae). In: Frontiers in Plant Science. Volume 138, 2018, S. 1–12. doi:10.3389/fpls.2018.00138
  18. 1 2 3 4 5 6 Carole Sinou, Warren Cardinal-McTeague, Anne Bruneau: Testing generic limits in Cercidoideae (Leguminosae): Insights from plastid and duplicated nuclear gene sequences. In: Taxon, Volume 69, Issue 1, April 2020, S. 67–86. doi:10.1002/tax.12207
  19. ↑ Manuel de la Estrella, Félix Forest, Jan J. Wieringa, Marie Fougère‐Danezan, Anne Bruneau: Insights on the evolutionary origin of Detarioideae, a clade of ecologically dominant tropical African trees. In: New Phytologist, Volume 214, Issue 44, März 2017, S. 1722–1735. doi:10.1111/nph.14523
  20. 1 2 3 4 5 Manuel de la Estrella, Félix Forest, B. Klitgård, Gwilym P. Lewis, Barbara A. Mackinder, L. P. de Queiroz, Jan J. Wieringa, Anne Bruneau: A new phylogeny-based tribal classification of subfamily Detarioideae, an early branching clade of florally diverse tropical arborescent legumes. In: Scientific Reports, Volume 8, Issue 1, 2018, S. 6884. doi:10.1038/s41598-018-24687-3
  21. ↑ A. S. L. Donkpegan et al.: Evolution in African tropical trees displaying ploidy-habitat association: the genus Afzelia (Leguminosae). In: Mol. Phylogenet. Evol. Volume 107, 2017, S. 270–281. doi:10.1016/j.ympev.2016.11.004
  22. ↑ Barbara A. Mackinder, Jan J. Wieringa: Annea gen. nov. (Detarieae, Caesalpinioideae, Leguminosae), a home for two species long misplaced in Hymenostegia sensu lato. In: Phytotaxa, Volume 142, Issue 1, 2013, S. 1–14 | doi:10.11646/phytotaxa.142.1.1
  23. ↑ Frans J. Breteler: Revision of the African genus Anthonotha (Leguminosae, Caesalpinioideae). In: Plant Ecology and Evolution. Volume 143, Issue 1, 2010, S. 70–99. doi:10.5091/plecevo.2010.369
  24. ↑ B.Mackinder, R. T. Pennington: Monograph of Berlinia (Leguminosae). In: Syst. Bot. Monogr. Volume 91, 2011, S. 1–117.
  25. ↑ Philip A. Silverstone-Sopkin: A New Species of Browneopsis (Leguminosae, Caesalpinioideae) from the Cauca Valley, Colombia. In: Novon: A Journal for Botanical Nomenclature, Volume 20, Issue 2, 2010, S. 207–211. doi:10.3417/2008100
  26. ↑ A. Radosavljevic, B. A. Mackinder, P. S. Herendeen: Phylogeny of the Detarioid Legume genera Cynometra and Maniltoa (Leguminosae). In: Syst. Bot. Volume 42, 2017, S. 670–679.
  27. ↑ Ecuadendron acosta-solisianum in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: D. Neill, N. Pitman, 2004. Abgerufen am 19.10.2011.
  28. ↑ Manuel de la Estrella, Jan J. Wieringa, Frans J. Breteler, Dario I. Ojeda: Re-evaluation of the genus Englerodendron (Leguminosae–Detarioideae), including Isomacrolobium and Pseudomacrolobium. In: Australian Systematic Botany, Volume 32, Oktober 2019, S. 564–571. doi:10.1071/SB18075 Volltext-PDF.
  29. ↑ J. J. Wieringa, Barbara A. Mackinder (A. S. J. van Proosdij): Gabonius gen. nov. (Leguminosae, Caesalpinioideae, Detarieae), a distant cousin of Hymenostegia endemic to Gabon. In: Phytotaxa, Volume 142, Issue 1, 2013, S. 15–24. doi:10.11646/phytotaxa.142.1.2 online.
  30. ↑ Manuel de la Estrella, Jan J. Wieringa, Barbara A. Mackinder, Xander van der Burgt, J. A. Devesa, Anne Bruneau: Phylogenetic analysis of the African genus Gilbertiodendron J. Léonard and related genera (Leguminosae-Caesalpinioideae-Detarieae). In: International Journal of Plant Sciences, Volume 175, Issue 9, 2014, S. 975–985. doi:10.1086/677648
  31. ↑ Xander M. van der Burgt, Barbara A. Mackinder, Jan J. Wieringa, Manuel de la Estrella: The Gilbertiodendron ogoouense species complex (Leguminosae: Caesalpinioideae), Central Africa. In: Kew Bulletin, Volume 70, Issue 22, 2015. doi:10.1007/s12225-015-9579-4
  32. 1 2 3 4 Barbara A. Mackinder, H. Saslis-Lagoudakis, Jan J. Wieringa, D. Devey, F. Forest, Anne Bruneau: The tropical African legume Scorodophloeus clade includes two undescribed Hymenostegia segregate genera and Micklethwaitia, a rare, monospecific genus from Mozambique. In: South African Journal of Botany Volume 89, 2013, S. 156–163. doi:10.1016/j.sajb.2013.07.002
  33. ↑ Bruce Murphy, Manuel de la Estrella, Rowan Schley, Félix Forest, Bente Klitgård: On the Monophyly of Macrolobium Schreb., an Ecologically Diverse Neotropical Tree Genus (Fabaceae-Detarioideae). In: International Journal of Plant Sciences, Volume 179, Issue 11, Dezember 2017, S. 75–86. doi:10.1086/695338
  34. ↑ M. Fougère-Danezan, P. S. Herendeen, S. Maumont, A. Bruneau: Morphological evolution in the variable resin-producing Detarieae (Fabaceae): do morphological characters retain a phylogenetic signal? In: Annals of Botany, Volume 105, Issue 2, 2010, S. 311–325. doi:10.1093/aob/mcp280
  35. ↑ A. Bruneau, B. B. Klitgård, G. Prenner, M. Fougère-Danezan, S. C. Tucker: Floral evolution in the Detarieae (Leguminosae): Phylogenetic evidence for labile floral development in an early-diverging legume lineage. In: International Journal of Plant Sciences, Volume 175, Issue 4, 2014, S. 392–417. doi:10.1086/675574 Volltext-PDF
  36. ↑ Manuel de la Estrella, Carlos Aedo, Barbara Mackinder, Mauricio Velayos: Taxonomic Revision of Daniellia (Leguminosae: Caesalpinioideae). In: Systematic Botany, Volume 35, Issue 2, 2010, S. 296–324, doi:10.1600/036364410791638414, (PDF-Datei; 4,6 MB).
  37. ↑ F. J. Breteler: A revision of Prioria, including Gossweilerodendron, Kingiodendron, Oxystigma, and Pterygopodium (Leguminosae-Caesalpinioideae-Detarieae) with emphasis on Africa. In: Wageningen Agr. Univ. Pap. Volume 99, 1999, S. 1–61. Volltext-PDF.
  38. 1 2 Shugang Li, Langran Xu, Dezhao Chen, Xiangyun Zhu, Puhua Huang, Zhi Wei, Ren Sa, Dianxiang Zhang, Bojian Bao, Delin Wu, Hang Sun, Xinfen Gao, Supee S. Larsen, Ivan Nielsen, Dieter Podlech, Yingxin Liu, Hiroyoshi Ohashi, Zhaoyang Chang, Kai Larsen, Jianqiang Li, Stanley L. Welsh, Michael A. Vincent, Mingli Zhang, Michael G. Gilbert, Les Pedley, Brian D. Schrire, Gennady P. Yakovlev, Mats Thulin, Ivan C. Nielsen, Byoung-Hee Choi, Nicholas J. Turland, Roger M. Polhill, Supee Saksuwan Larsen, Ding Hou, Yu Iokawa, C. Melanie Wilmot-Dear, Gregory Kenicer, Tomoyuki Nemoto, J. Michael Lock, Alfonso Delgado Salinas, Tatiana E. Kramina, Anthony R. Brach, Bruce Bartholomew, Dmitry D. Sokoloff: In Flora of China, Volume 10, 2010. Fabaceae (LEGUMINOSAE), S. 1–558 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  39. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Erin Zimmerman, Patrick S. Herendeen, Gwilym P. Lewis, Anne Bruneau: Floral evolution and phylogeny of the Dialioideae, a diverse subfamily of tropical legumes. In: American Journal of Botany, Volume 104, 2017, S. 1019–1041. doi:10.3732/ajb.1600436 PDF.
  40. 1 2 Han-Rui Bai, Oyetola Oyebanji, Rong Zhang, Ting-Shuang Yi: Plastid phylogenomic insights into the evolution of subfamily Dialioideae (Leguminosae). In: Plant Diversity, Volume 43, Issue 1, Februar 2021, S. 27–34. doi:10.1016/j.pld.2020.06.008
Commons: Hülsenfrüchtler (Fabaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Hülsenfrüchtler – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen