Leif Dines Pedersen

Leif Dines Pedersen vor 1945

Leif Dines Pedersen (* 3. Dezember 1921 in Brønshøj, Stadtteil von Kopenhagen; † 13. März 1945 auf dem ehemaligen Schießplatz in Ryvangen, Ortsteil von Hellerup, heute Gedenkhain in Ryvangen, nahe Kopenhagen) war ein dänischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Er lebte in Silkeborg, kurze Zeit auch in Süd-Stenderup, Sønder Stenderup, Orte seiner Widerstandstätigkeit.

Familie, Ausbildung, Politik

Er war der einzige Sohn des Redakteurs Peder Dinesen Pedersen (1888–1950) und der Thora Maryann Andersen Juel-Ranten (* 1894). Er absolvierte die Staatsschule in Hillerød, Frederiksborg Amt, und begann eine Ausbildung zum Förster in der Forstschule Silkeborg, legte die Försterprüfung ab und arbeitete als Forstanwärter in Sønder Stenderup. Er kehrte im November 1944 nach Silkeborg zurück und arbeitete dort als Förster.

Widerstand

Pedersen verschrieb sich 1944 dem gewaltsamen Widerstand und schloss sich der Widerstandsgruppe Holger Danske an: „Ich habe mehrmals an Sabotageakten teilgenommen und bin mitschuldig an der Ermordung eines deutschen Offiziers.“ In Sønder Stenderup baute er eine Sabotage- und Kundschaftergruppe auf, der sich mehrere Forstarbeiter anschlossen. Die Gruppe betrieb Industrie- und Eisenbahnsabotage und nahm von den Alliierten abgeworfene Waffen auf. Zurück in Silkeborg verübte er im Februar 1945 seinen letzten Sabotageakt gegen das Automobilwerk Darr, das in Zusammenarbeit mit den Audiwerken Fahrzeuge für die Besatzungsmacht produzierte. Nach dem Anschlag wollte Pedersen die Zerstörung fotografisch dokumentieren, wurde entdeckt und festgenommen. Auch drei weitere Mitglieder seiner Gruppe wurden verhaftet.

Verhaftung, Haft und Hinrichtung

Er und seine drei Kameraden wurden ins West-Gefängnis, Vestre Fængsel, Kopenhagen, überführt und am 13. März 1945 auf dem Kasernengelände in Ryvangen erschossen.

Gedenken

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Lettere di condannati, Seite 117–118, siehe Literatur.
  2. 1 2 Ausführliche Informationen auf den Gedenkseiten des Nationalmuseums, siehe Weblinks, Datenblatt und Biographie.
  3. ↑ Benannt nach dem deutschen Industriellen und Gründer Johannes Walter Darr, ab 1933 unter dem Namen Dansk Automobil Byggeri (DAB).