Ab 2008 besuchte Malkus das Sportinternat in Münster und schloss die 13.Klasse der NRW-SportschulePascal-Gymnasium im Mai 2012 mit dem Abitur ab. Sie studiert seit dem Wintersemester 2012/13 Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere zum Jahreswechsel 2019/2020 wandte sie sich ihrer Masterarbeit mit dem Thema „Work-Life-Balance von hauptamtlichen Trainern“ zu.
2011 holte sich Malkus mit 6,70m den Titel Deutsche Juniorenmeisterin. Am 6.August, ihrem 18.Geburtstag, wurde sie erneut Deutsche Jugendmeisterin. Mit 6,69m übertraf sie zum zweiten Mal die B-Norm (6,67m). Auf die ihr deshalb zustehende Weltmeisterschafts-Teilnahme in Daegu verzichtete sie.
2013 wurde sie U23-Europameisterin mit Bestleistung (6,76m) und zum dritten Mal deutsche U23-Juniorenmeisterin.
2015 gewann Malkus am 14. Mai 2015 in Münster bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften innerhalb weniger Stunden gleich drei Titel: Im Weitsprung, im 200-Meter-Lauf und mit der 4-mal-100-Meter-Staffel der Universität Münster. Am 24.Juli wurde sie beim Weitsprungwettbewerb auf dem Nürnberger Hauptmarkt mit einer Weite von 6,74m Deutsche Meisterin und qualifizierte sich zugleich für die Weltmeisterschaften in Peking, wo sie allerdings schon in der Vorrunde ausschied. Die Weite ihres Meisterschaftssprungs war die beste Weite bei Deutschen Meisterschaften seit zehn Jahren.
2016 und 2017 konnte Malkus sportlich kaum in Erscheinung treten, da sie sich im Urlaub in Bali eine Yersinien-Infektion zuzog, welche zunächst nicht erkannt wurde, und die ihren Körper massiv schwächte und eine Reihe von Verletzungen auslöste.
2018 bekam sie im Frühjahr eine Blinddarmentzündung. Mit einer Sondererlaubnis durfte sie trotz fehlender Qualifikationsleistung bei den Deutschen Meisterschaften starten, schied aber nach drei ungültigen Sprüngen aus. Und wieder folgte ein Rückschlag nach dem nächsten.
Ende 2019 gab schließlich nach überstandenen Schienbein-Problemen eine Entzündung im Beuger-Ansatz den finalen Anlass für die Entscheidung die Karriere zu beenden.
Vereinszugehörigkeiten
Bis 2006 startete Malkus für den TV Borghorst, 2007 und 2008 für den TV Jahn Rheine, dann wechselte sie zur LG Ratio Münster. Beim Austritt des SC Preußen Münster aus der LG Ratio Münster wechselte ihr Startrecht zum Grundverein SC Preußen Münster. Nach vielen Jahren in der Obhut von Elke und Frank Bartschat wagte sie einen Neustart in Hamburg. Zur Saison 2019 startete Malkus für den Hamburger SV, wo sie von Sebastian Bayer trainiert wurde, jedoch in dem Jahr bis zu ihrem Karriereende an keinem Wettkampf mehr teilnahm.
Platzierungen, Weiten (Auswahl)
2009: 1. Platz U18-Europameisterschaften (EYOF) in Tampere, Finnland
123www.leichtathletik-datenbank.de: Lena Malkus, abgerufen am 16. März 2015.
12Westfälische Nachrichten: Der große Sprung: Lena Malkus aus Münster Deutsche Weitsprung-Meisterin auf dem Nürnberger Hauptmarkt (online), Sport, Münster, Jürgen Beckgerd, 25. Juli 2015
12Westfälische Nachrichten: Letzte Runde ist eingeläutet – Hochgeschwindigkeits-Endspurt: Viele Kandidaten geben im neuen Jahr schon wieder Vollgas, Münsters Sportler des Jahres 2012, 30. Januar 2013
↑Westfälische Nachrichten: Malkus, Taylor, Preußen Münster und Ditzel/Brummel Sieger bei Sportlerwahl, Titelseite, Münster, 20. Februar 2013
↑Westfälische Nachrichten: Tolle Wahl und große Sieger: Drei Mal die Preußen und zwei junge Ruderer, Münsters Sportler des Jahres 2012, 20. Februar 2013
↑Westfälische Nachrichten: Von Norpoth bis Taylor: Seit 1971 wird der Sportler des Jahres gewählt/USC Münster ist Rekordhalter, Münsters Sportler des Jahres 2013, 18. Januar 2014