Leonhard Schmidt (* 19. Januar 1892 in Backnang; † 13. August 1978 in Stuttgart-Untertürkheim) war ein deutscher Maler der Neuen Sachlichkeit. Er zählte zu den Stuttgarter Sezessionisten der ersten Stunde.
Leonhard Schmidt war das älteste von fünf Kindern eines Schuhmachers. Er begann seine Lehre als Dekorationsmaler in Backnang und legte 1909 seine Gesellenprüfung ab. Von 1910 bis 1915 war er auf Wanderschaft. Während des Ersten Weltkriegs diente Schmidt von 1915 bis 1918 im Landsturm und war zur Bewachung von Kriegsgefangenen Darmstadt eingesetzt. In diese Zeit fallen seine ersten Zeichnungen. Ab 1919 an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart, dort studierte er dann bei Robert Breyer und Heinrich Altherr.
1920 heiratete er Martha Holz. 1923 nahm er an der ersten Ausstellung der Stuttgarter Sezession teil, bei der er einen eigenen Raum erhielt. Bereits zu Lebzeiten wurde Schmidts Kunst von großen Museen wie der Staatsgalerie Stuttgart und der Berliner Nationalgalerie durch Ankäufe gewürdigt. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden einige seiner Arbeiten jedoch als „entartet“ erklärt und durften nicht weiter öffentlich gezeigt werden.
1943 wurde seine Wohnung ausgebombt und ein Teil seiner frühen Werke zerstört. Nach dem Krieg zog seine Frau mit den beiden Töchtern nach Allmersbach im Tal. Schmidt jedoch blieb in Untertürkheim.
2011 wurde in Untertürkheim der „Verein zur Förderung und Pflege des Werkes von Leonhard Schmidt e.V.“ gegründet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schmidt, Leonhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kunstmaler |
| GEBURTSDATUM | 19. Januar 1892 |
| GEBURTSORT | Backnang |
| STERBEDATUM | 13. August 1978 |
| STERBEORT | Stuttgart-Untertürkheim |