Die Leonhard Weiss GmbH & Co. KG, abgekürzt: LW, mit Sitz in Göppingen und Satteldorf ist ein im Jahr 1900 gegründetes deutsches Bauunternehmen.
Geschichte
Unternehmensgebäude in GöppingenUnternehmensgebäude in Satteldorf
Leonhard Weiß (1880–1938) gründete das Unternehmen im Jahr 1900 als Gleisbaubetrieb und erhielt den Auftrag für den Bau des Abschnitts der BahnstreckeAalen–Neresheim–Ballmertshofen der Härtsfeldbahn. Es folgten Arbeiten für die Stadt Göppingen ab 1912, zum Beispiel Erdarbeiten für die Friedhofserweiterung sowie verschiedene Straßenneubauten. Nach dem Ankauf des Geländes in der Fabrikstraße im Jahr 1921 entstand dort ein Bürohaus mit Wohnhaus.
Nach Leonhard Weiß’ Tod im Jahr 1938 wurde das Unternehmen durch die Witwe Ottilie Weiss, Sohn Walter Weiss sowie Schwiegersohn Werner Schmidt weitergeführt. Ab 1938 wurde das Unternehmen auch in Crailsheim tätig. Der dortige Unternehmenssitz wurde 2001 nach Satteldorf verlegt.
Bis 1997 wurde das Unternehmen ausschließlich von den Familien Weiss und Schmidt geführt. Nach einer Neustrukturierung und Zusammenlegung der bis dahin eigenständigen Standorte Göppingen und Crailsheim wird das Unternehmen seit 1998 von mehreren Geschäftsführern geleitet.
Das Angebotsspektrum des Unternehmens wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert.
Die Leonhard-Weiss-Gruppe hat zahlreiche Niederlassungen und Tochterunternehmen in Deutschland und im europäischen Ausland. Sie erzielte im Jahr 2024 eine Bauleistung von 2,3Milliarden Euro und beschäftigt über 8.200 Mitarbeiter.
Walter Döring:LEONHARD WEISS. In: Weltmarktführer. Innovationen made in Schwäbisch Hall-Hohenlohe. Molino, Schwäbisch Hall / Sindelfingen 2020, ISBN 978-3-9820231-5-1, S.151–155.