Leopold Greppin (* 1854 in Delsberg, Kanton Jura; † 19. Januar 1925 in Locarno, Kanton Tessin) war ein Schweizer Psychiater und Ornithologe.
Leopold Greppin war der Sohn des Arztes und Geologen Jean-Baptiste Greppin und studierte an der Universität Basel Medizin. 1877 wurde er dort Mitglied des Corps Alamannia. 1884 wurde er zum Dr. med. promoviert. 1888 war er zweiter Arzt an der Irrenanstalt Basel. 1892 wurde er zum Direktor der Solothurner Heil- und Versorgungsanstalt für Irre und unheilbar Kranke Rosegg in Langendorf berufen. In seine Amtszeit fielen bauliche Erweiterungen und Verbesserungen der Anstalt. 1919 war sie mit über 400 Kranken derart überbelegt, dass 1921 der Kantonsrat die Übernahme des Kurhauses Fridau in Egerkingen bewilligte, das Greppin nunmehr auch leitete.
Neben seiner psychiatrischen Tätigkeit war Greppin als Ornithologe und Naturforscher tätig. Hierbei setzte er sich insbesondere für den Naturschutz im Kanton Solothurn ein und vermachte das umfangreiche Material seiner Studien dem Naturhistorischen Museum Solothurn. Isaak Adolf Bloch würdigte ihn 20 Jahre nach seinem Tod als Vorkämpfer solothurnischer Naturschutzbestimmungen.
Greppin war mit Josefina Fanny, geborene Bloesch (1878–1966) verheiratet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Greppin, Leopold |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Psychiater und Ornithologe |
| GEBURTSDATUM | 1854 |
| GEBURTSORT | Delsberg |
| STERBEDATUM | 19. Januar 1925 |
| STERBEORT | Locarno |