Lernstil

Lernstile gehören zu einem Konzept, das in den 1970er Jahren durch die Lernpsychologie entwickelt worden ist und davon ausgeht, dass die meisten Menschen einige wenige individuelle Methoden bevorzugen, mit Stimuli und Informationen umzugehen. Unter ansonsten gleichen Lernbedingungen erzielen nach diesem Konzept Lernende oft deshalb unterschiedliche Erfolge, weil die von ihnen bevorzugte Lernmethode nicht angeboten wird. Darauf aufbauend wird in den letzten Jahren vermehrt darauf hingewiesen, dass Lehrer die Lernstile ihrer Schüler einschätzen und ihre Lehrmethoden dementsprechend anpassen sollten. Scharf grenzen sich die Lernstile von den in der Didaktik verwendeten Lerntypen ab, dieser Ansatz wird als nicht wissenschaftlich fundiert erachtet.

Modelle und Konzepte

Es sind über 80 Lernstilmodelle vorgeschlagen worden, die alle wenigstens zwei unterschiedliche Lernstile aufweisen.

Visuelles, auditives und kinästhetisches Lernen

Eine Gruppe von Modellen betont die Sinneseindrücke, die während der Informationsübertragung zur Geltung kommen. Diese Modelle können unterschiedliche Namen für dieselben oder ähnliche Lernstile benutzen. Oft werden dazu vier grundlegende Typen unterschieden:

Hierbei handelt es sich um unterschiedliche Zugänge zu Wissen, die Menschen situativ bevorzugen können. Ob es sich um zeitüberdauernde Persönlichkeitseigenschaften und „Typen“ im eigentlichen Sinn handelt, ist in der Lernforschung umstritten.

Modell nach Kolb

Das Modell entstand 1984 und ist im deutschsprachigen Raum am verbreitetsten (vgl. Kognitivismus):

Modell nach Honey und Mumford

Dieses 1992 entstandene Modell weist ebenfalls vier Lernstile auf:

Modell nach Felder

Dieses Modell (1988) differenziert breiter:

Siehe auch

Literatur