Les Orientales (Die Orientalen) ist eine Sammlung von Gedichten des französischen Schriftstellers Victor Hugo, die im Januar 1829 veröffentlicht wurde. In dieser Sammlung würdigt Hugo die nationale Befreiungsbewegung des griechischen Volkes.
Die 41 Gedichte der Sammlung, von denen 36 im Jahr 1828 geschrieben wurden, zeigen Szenen in den Farben des östlichen Mittelmeers und Metaphern für die freiheitsliebenden Griechen und die imperialistischen osmanischen Türken.
Aufgrund ihrer Darstellung werden die Gedichte oft als typisches Beispiel für den „romantischen Orientalismus“ in der französischen Literatur angesehen.
Eines der bekanntesten Gedichte daraus ist Les Djinns (Die Dschinnen), ein als ein großes Crescendo und Decrescendo konzipiertes Gedicht mit zunehmender und abnehmender Silbenzahl seiner einzelnen Strophen, das von verschiedenen namhaften französischen Komponisten vertont wurde.

Si je n’étais captive,
J’aimerais ce pays, […]
Si le long du mur sombre
N’étincelait dans l’ombre
Le sabre des spahis.
Wäre ich nicht gefangen,
würde ich dieses Land lieben, […].
Funkelte entlang der dunklen Mauer
nicht im Schatten
der Säbel der Sipahis.

