Johannes Löwenklau

Johannes Löwenklau, auch: Johann Lewenklaw, Hans Lewenklaw von Amelbeurn, Leunclavius, Amelsburnus (* vermutlich im Juli 1541 in Coesfeld; † im Juni 1594 in Wien) war ein deutscher Rechtswissenschaftler, Gräzist und Historiker.

Leben

Löwenklau studierte ab 1555 an der Universität Wittenberg bei Philipp Melanchthon, 1562 wechselt er an die Universität Heidelberg, wo er ab 1563 ein Studium der Rechtswissenschaften verfolgte und dazu sich im Wintersemester 1566 an die Universität Basel begab. Man hatte ihn bereits für die Nachfolge in der Professur des Gräzisten Wilhelm Xylander in Heidelberg ausersehen. Da er selbst als Kryptocalvinist galt, kam er jedoch nach dem Tod von Friedrich III. von der Pfalz, durch den Wechsel in der Kirchenpolitik, nicht mehr in das Amt.

Seit 1565 unternahm der von Gönnern abhängige Gelehrte daher ausgedehnte Reisen, die ihn in den Orient führten und auf denen er sich bei seinen Zeitgenossen den Ruf eines Kenners der türkischen Geschichte erwarb. Er war 1584/85 an der Hohen Pforte in Konstantinopel. Zuvor hielt er sich zwei Jahre am Hof in Turin auf, war von 1580 bis 1581 am Hof der Este in Ferrera, unternahm außerdem ausgedehnte Reisen durch Deutschland und war zuletzt in Mähren tätig. Außerdem sind von ihm lateinische und griechische Widmungs- und Gelegenheitsdichtungen bekannt geworden, die er in Distichenform verfasste. Auch hat er sich als Übersetzer der Werke der Kirchenväter von Gregor von Nyssa und Gregor von Nazianz sowie des Historikers Dio Cassius und anderer byzantinischer Historiker beschäftigt.

Werkauswahl

Literatur

Personendaten
NAME Löwenklau, Johannes
ALTERNATIVNAMEN Johann Lewenklaw; Leunclavius; Amelsburnus
KURZBESCHREIBUNG deutscher Rechtswissenschaftler, Gräzist und Historiker
GEBURTSDATUM um Juli 1541
GEBURTSORT Coesfeld,
STERBEDATUM Juni 1594
STERBEORT Wien