Lhota (alttschechisch u. slowakisch: Lehota, abgeleitet von lhůta – Gnadenfrist) ist einer der häufigsten Ortsnamen in Tschechien.
Dabei handelt es sich um Ortsgründungen des slawischen Landesausbaus im 12.–14. Jahrhundert, die für einen befristeten Zeitraum von der Zahlung von Abgaben und den Frondiensten befreit waren (vgl. auch „Újezd“ in den gleichen Gebieten). Die älteste Erwähnung erfolgte im Jahre 1199 für das heutige Dorf Nový Jiří in Ostböhmen, und in Mähren für Panská Lhota. In Böhmen gibt es 322 Siedlungen namens Lhota bzw. Lhotka, in Mähren 130. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Niederschlesien und Oberschlesien bis nördlich von Breslau in Polen Dort war die Namensform L(i)gota verbreitet. In der Slowakei ist die Ortsbezeichnung als Lehota ebenfalls häufig. Manchmal tritt der Ortsname auch in Gruppen auf. In den früheren Bezirken Jilemnice und Pelhřimov bilden sie ein Zehntel der Ortsnamen.
In den deutschen Siedlungsgebieten wurde der Name in Welhotten, Ölhütten, Ellgoth oder ähnlich eingedeutscht, in Schlesien und Kleinpolen ist heute die polnische Namensform Ligota bzw. Lgota gebräuchlich (anderswo ist die Form Wola gleichwertig).
Seit 1981 findet jährlich der Sjezd Lhot a Lehot statt, bei dem Einwohner der so benannten Ortschaften (Lhota und Lehota) aus der Slowakei und Tschechien zusammenkommen.
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