| Marktgemeinde Reichenthal | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Urfahr-Umgebung | |
| Kfz-Kennzeichen: | UU | |
| Fläche: | 18,85 km² | |
| Koordinaten: | 48° 33′ N, 14° 23′ O | |
| Höhe: | 683 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.547 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 82 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 4193 | |
| Vorwahlen: | 0 72 14 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 16 20 | |
| NUTS-Region | AT313 | |
| UN/LOCODE | AT RTL | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Oberer Markt 11 4193 Reichenthal | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeisterin: | Karin Kampelmüller (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2021) (19 Mitglieder) |
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| Lage von Reichenthal im Bezirk Urfahr-Umgebung | ||
Ortsansicht | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Reichenthal ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im oberen Mühlviertel mit 1547 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).
Reichenthal liegt auf 683 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,4 km, von West nach Ost 7,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 18,8 km². Durch den Ort fließt der Kettenbach, der nicht wie im Mühlviertel üblich zur Donau, sondern zur Moldau nach Tschechien fließt.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):
Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Leonfelden und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Freistadt.
| Vyšší Brod (CZ) | Rainbach | |
| Schenkenfelden | Waldburg |
Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte das Ortsgebiet seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich, seit 1490 zum Fürstentum Österreich ob der Enns. Im 13. Jahrhundert wurde der Ort Reichenthal planmäßig mit regelmäßigem Marktplatz und romanischer, 1890 abgebrochener Kirche am Rande des Nordwaldes als Mittelpunkt des Rodungsbereiches der Grundherrschaft Waldenfels angelegt.
Im Jahr 1357 wurde der Ort als Reychenthal erstmals urkundlich erwähnt, wobei der Ortsname von einem reichen, ertragreichen Tal herzuleiten ist.
Über den Saumpfad „Hellmonsödt – Schenkenfelden – Reichenthal – Oberhaid“, einer Variante des Linzer Steigs, wurde jahrhundertelang Salz nach Böhmen transportiert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden viele Bewohner von Raifmaß (heute die Wüstung Radvanov in der tschechischen Gemeinde Vyšší Brod) eine erste Unterkunft nach ihrer Vertreibung oder Flucht.
Im Jahr 1950 wurde Reichenthal zur Marktgemeinde erhoben.
| Reichenthal: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.200 | |||
| 1880 | 1.259 | |||
| 1890 | 1.247 | |||
| 1900 | 1.286 | |||
| 1910 | 1.341 | |||
| 1923 | 1.278 | |||
| 1934 | 1.333 | |||
| 1939 | 1.325 | |||
| 1951 | 1.253 | |||
| 1961 | 1.219 | |||
| 1971 | 1.225 | |||
| 1981 | 1.303 | |||
| 1991 | 1.264 | |||
| 2001 | 1.385 | |||
| 2011 | 1.471 | |||
| 2021 | 1.499 | |||
| 2026 | 1.547 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Von den 65 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 39 Haupterwerbsbauern. Diese bewirtschafteten 85 Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 107 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren, 36 in der Bauwirtschaft, 3 in der Energieversorgung und 1 in der Wasserver- und Abfallentsorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (72) und der Handel (37 Mitarbeiter).
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2001 | 2011 | 2001 | |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 65 | 87 | 64 | 72 |
| Produktion | 24 | 13 | 147 | 172 |
| Dienstleistung | 58 | 35 | 146 | 146 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
In Reichenthal befinden sich ein Kindergarten, eine Volksschule und eine Mittelschule.
Der erste Kindergarten war 1907 durch die Ordensfrauen des Ordens der Marienschwestern im heutigen Pfarrhof eröffnet worden. 1918 liegt erstmals eine Schulchronik auf, die einen Schulbetrieb belegt. 1969 fand der Spatenstich für das neue Schulgebäude statt, das seit dem Schuljahr 1971/72 für den Schulbetrieb genutzt wird (zuerst als Volksschule und später als Hauptschule bzw. Mittelschule). 1976 erfolge der Zubau des Hauptschulturnsaals und der Neubau der Volksschule, 1985 eine Erweiterung von Volksschule und Hauptschule sowie der Kindergarten-Neubau.
Im Gemeindegebiet von Reichenthal gibt es mehrere Freiwillige Feuerwehren:

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern.
Bürgermeister seit 1850 waren:
Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:
Der Jagdfalke aus dem Familienwappen der Grafen Grundemann von Falkenberg, die seit 1636 im Besitz von Schloss Waldenfels sind, symbolisiert die enge historische Verbundenheit der jungen Marktgemeinde mit der seinerzeitigen Grundherrschaft. Die Landesfarben Weiß-Rot deuten auf die neuzeitliche Verleihung des Wappens im Jahr 1950 durch die oberösterreichische Landesregierung.