Die Zentrale der LI befindet sich im National Liberal Club, Whitehall, London.
Die Liberale Internationale (englischLiberal International, LI, anfangs auch Libintern) ist der Weltverband der liberalen Parteien. Sie wurde 1947 in Oxford gegründet und hat ihre Zentrale in London. Sie will als internationales Netzwerk liberale und demokratische Gedanken weltweit fördern.
Die Jugendorganisation der Liberalen Internationalen ist die International Federation of Liberal Youth (IFLRY), die Frauenorganisation das International Network of Liberal Women (INLW). Als europäische Regionalpartei ist die ALDE Mitglied der LI.
Das Oxford-Manifest, das im April 1947 im Wadham College in Oxford von Vertretern von 19 liberalen politischen Parteien aus Südafrika, Deutschland, Österreich, Belgien, Kanada, Zypern, Spanien, Estland, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten, Finnland, Frankreich, Ungarn, Italien, Norwegen, Schweden, der Schweiz, der Tschechoslowakei und der Türkei verfasst wurde, ist ein Dokument, das die grundlegenden politischen Prinzipien der Liberalen Internationale beschreibt. Die Ausarbeitung der wichtigsten Grundsätze wurde von Salvador de Madariaga geleitet und von den Ideen William Henry Beveridges inspiriert.
Mitglieder
In Deutschland gehören ihr die Freie Demokratische Partei (FDP) und die Deutsche Gruppe Liberal International (DGLI) an. Letztere wurde im August 1947 als Deutsche Sektion der damaligen Liberalen Weltunion (englischLiberal World Union, LWU) gegründet, da es die FDP zu diesem Zeitpunkt noch nicht gab. Dennoch wurde sie auch mit deren Gründung weiter fortgeführt. Ihr Vorsitzender ist derzeit der ehemalige sächsische Justizminister und FDP-Bundestagsabgeordnete Jürgen Martens.
Julie Smith: A Sense of Liberty. The History of the Liberal International. London 1997.
Guido Thiemeyer: Zwischen Kooperation und Konkurrenz. Die transnationale Zusammenarbeit liberaler Parteien in Europa. In: Jürgen Mittag (Hrsg.): Politische Parteien und Europäische Integration. Essen 2006, S.313–332.