Licata

Licata
Licata (Italien)
Licata (Italien)
Staat Italien
Region Sizilien
Freies Gemeindekonsortium Agrigent (AG)
Lokale Bezeichnung Licata
Koordinaten 37° 6′ N, 13° 57′ OKoordinaten: 37° 6′ 30″ N, 13° 56′ 49″ O
Höhe 8 m s.l.m.
Fläche 178,91 km²
Einwohner 34.203 (31. Dez. 2025)
Postleitzahl 92027
Vorwahl 0922
ISTAT-Nummer 084021
Bezeichnung der Bewohner Licatesi
Schutzpatron Sant’Angelo
Website Licata

Blick auf Licata

Licata ist eine italienische Gemeinde im Freien Gemeindekonsortium Agrigent in der Region Sizilien in Italien. Sie ist bekannt als die letzte griechische Kolonie Siziliens und gilt als Hauptstadt der Licata-Ebene.

A. S. Fries. Hafen von Licata. Skizze 1876

Lage und Daten

Licata liegt 47 Kilometer südöstlich von Agrigent an der Küste. Hier wohnen 34.203 Einwohner (Stand 31. Dezember 2025), die hauptsächlich in der Landwirtschaft und in der Fischerei arbeiten. Zusätzlich gibt es Arbeitsplätze im Dienstleistungsgewerbe, in der Gastronomie und im Tourismus.

Licata liegt an der Bahnstrecke Canicattì–Syrakus. Der Hafen von Licata ist einer der wichtigsten Exporthäfen Siziliens.

Die Nachbargemeinden sind Butera (CL), Camastra, Campobello di Licata, Naro, Palma di Montechiaro und Ravanusa.

Geschichte

Das Gebiet der Gemeinde war schon im Paläolithikum besiedelt. Die Phönizier trieben hier schon um 1000 v. Chr. Handel. 280 v. Chr. siedelte Phintias von Akragas hier die Einwohner der damals zerstörten Stadt Gela an und gründete die nach ihm selbst benannte Stadt „Phintias“.

Unter den Römern wurde in Licata ein Hafen gebaut, der die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum und Umschlagplatz für Weizen machte. 827 wurde sie von den Arabern erobert, 1086 von den Normannen. Der heutige Name der Stadt geht auf das griechische Halykada zurück, die „auf Salz gebaute Stadt“ nach dem salzhaltigen Fluss Salso, der bei Licata ins Mittelmeer mündet. Der Name erscheint erstmals im 11. Jahrhundert als Lecatam in einer Urkunde Rogers I. von Sizilien. In einem anderen Dokument aus dem gleichen Jahr wird die Stadt Limpiadum genannt.

Licata wurde 1553 von türkischen Piraten geplündert, erholte sich wieder und wurde in Richtung Nordwesten ausgebaut. 1943 landeten die amerikanischen Truppen fünf Kilometer westlich von Licata.

Bauwerke

Obwohl Licata heute vorwiegend eine Hafen- und Handelsstadt ist, bietet die Stadt einige Sehenswürdigkeiten.

Im Ort

Außerhalb des Ortes

Städtepartnerschaften

Mit Reinheim, einer Stadt im hessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen, mit Fürstenwalde/Spree, einer Stadt im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree, und mit Cestas in Frankreich bestehen Städtepartnerschaften.

Söhne und Töchter der Stadt

Commons: Licata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

  1. ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).
  2. ↑ Diodor 22,4,5; 24,1. Konrat Ziegler: Phintias 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XX,1, Stuttgart 1941, Sp. 248 f. (Digitalisat).
  3. ↑ Luigi Milanesi: Dizionario Etimologico della Lingua Siciliana. Mnamon, Mailand 2015, ISBN 978-88-6949-056-9, S. o. S. (google.at [abgerufen am 31. März 2020]).