| Ligier | |
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Ein JS P325 in Le Mans, 2025 | |
| Ligier JS P325 | |
| Produktionszeitraum | seit 2025 |
| Klasse | Rennwagen |
| Karosserieversionen | Coupé |
| Motoren | Ottomotor: 4,2 Liter max. 450 kW (max. 600 PS) |
| Länge | 4605 mm |
| Breite | 1900 mm |
| Höhe | max. 1050 mm |
| Radstand | 2860 mm |
| Leergewicht | min. 1000 kg |
| Vorgängermodell | Ligier JS P320 |
Der Ligier JS P325 ist ein Rennwagen der Protoypen-Klasse LMP3, der seit 2025 von dem französischen Rennwagenhersteller Ligier Automotive angeboten und von zahlreichen Teams in der European Le Mans Series (ELMS), Asian Le Mans Series (AsLMS) und Le Mans Cup eingesetzt wird.
Zum Motorsportjahr 2025 setzte der Automobile Club de l’Ouest (ACO) die dritte Generation seines seit 2015 gepflegten Regelwerks für die Klasse LMP3 in Kraft. Das Mindestgewicht der Fahrzeuge wurde erhöht und ein neuer Einheitsmotor vorgeschrieben. Jacques Nicolet war mit seinem Unternehmen Onroak Automotive, das im Zuge einer Vereinbarung mit den Erben von Guy Ligier, dem Gründer der symbolträchtigen Équipe Ligier, 2018 in Ligier Automotive umbenannt wurde, bereits von Beginn an in dieser Klasse engagiert. Eine direkte Verbindung zum "echten" Ligier besteht abseits des Namens allerdings nicht, stattdessen baute Nicolet die Produktion auf der Konkursmasse von Pescarolo Automobiles auf. Der JS P325 entstand als direkte Weiterentwicklung des Vorgängers Ligier JS P320, dessen Kühlsystem dafür dem neuen Motor angepasst und dessen Aerodynamik an Front- und Heck überarbeitet wurde. Da das grundlegende Fahrgestell unverändert blieb, konnten Teams ihre bestehenden JS P320 kostengünstig auf den aktuellen technischen Stand umzurüsten, ohne Neufahrzeuge beschaffen zu müssen. Ein erstes Demonstrationsmodell wurde bereits im August 2024 präsentiert, Olivier Pla war als Testfahrer in die Entwicklungsarbeiten eingebunden.
In den Meisterschaften des Jahres 2025 konnte Ligier seine dominante Position erfolgreich gegen die drei neuen Konkurrenzentwürfe, den Duqueine D09, ADESS AD25 und Ginetta G61-LT-P325-EVO, durchsetzen und belieferte weiterhin mit wenigen Ausnahmen alle LMP3-Teams. Die ELMS und AsLMS konnten mit Ligier-Fahrzeugen gewonnen werden, der Le Mans Cup ging allerdings an R-ace GP, die als einziges Team in dieser Meisterschaft den Duqueine einsetzen.
Das Monocoque des JS P325 besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) mit Seitenverkleidungen aus PBO. Alle Fahrzeuge haben gemäß des Reglements ein geschlossenes Cockpit und eine Einheitsmotorisierung. Zum Einsatz kommt ein von Oreca für den Renneinsatz modifizierter 3,5-Liter-Sechszylindermotor mit zwei Turboladern auf Basis des Serienmodells V35A-FTS von Toyota. Die vorgeschriebene Gesamtleistung des in der Fahrzeugmitte angebrachten Systems liegt bei 477 PS bzw. 350 kW. Die Antriebskraft des Motors wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe von Xtrac Limited an die Hinterräder übertragen, das halbautomatisch über Wippen am Lenkrad geschaltet wird. Dort kann auch die verfügbare Traktionskontrolle (TC) frei konfiguriert werden, ein Antiblockiersystem (ABS) ist für die von Brembo bezogene Bremsanlage nicht erlaubt. Schmierstoffe, Reifen und Benzin werden in der Regel von den Rahmenpartnern der jeweiligen Rennserien bezogen, in denen die Ligier eingesetzt werden, so beispielsweise in der ELMS von Motul, Michelin und TotalEnergies.