Linda Kastrup

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Begründung: Fehlende Darstllung der Relevanz. Wird gelegenltich als FFF-Sprechering zitiert, Lokalpresse, wenige Namensnennungen in Artikeln (nicht über sie). <6000 Follower auf Tiktok… 𝔉𝔩𝔬𝔰𝔰𝔢𝔫𝔱𝔯𝔞𝔢𝔤𝔢𝔯 🐟🐟🐟 06:49, 22. Okt. 2026 (CEST)

Linda Kastrup (* 1999) ist eine deutsche Klimaaktivistin, Autorin und Sprecherin von Fridays for Future Deutschland.

Werdegang

Kastrup wuchs in Duisburg auf und absolvierte ihr Abitur am Landfermann-Gymnasium. 2020 fing sie während ihres Bachelor-Studiums in Erziehungswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen an sich bei Fridays for Future zu organisieren. Zunächst war sie vor allem in der Ortsgruppe in Duisburg aktiv und reichte hier u.a. 2021 ein Bürgerbegehren für mehr städtischen Klimaschutz ein. Inzwischen arbeitet sie viel überregional und ist seit 2022 Sprecherin von Fridays for Future Deutschland. Damit vertritt sie FfF regelmäßig auf Podien, in der Pressearbeit oder bei anderen politischen Veranstaltungen mit bundesweiter Relevanz. In der Bewegung hat sie maßgeblich die Proteste rund um den Sterkrader Wald in Oberhausen, das Dorf Lützerath, sowie das Gersteinwerk in Hamm mitgetragen und organisiert die Bildungsarbeit, wie z.B. die Fridays-For-Future-Sommerkongresse mit.

Neben unterschiedlichen Kolumnen, wie „Fünf nach Zwölf“ oder bei Watson, die Kastrup mitschreibt, ist sie auch Autorin von unterschiedlichen Buchkapiteln, die sich mit dem Klimawandel und politischer Bildung befassen.

Im Anschluss an ihrem Bachelor hat sie 2023 den Master „Erwachsenenbildung“ an der Universität Duisburg-Essen angefangen.

Positionen

Klimakrise

Seit 2021 setzt sich Kastrup für den Erhalt des Sterkrader Waldes in Oberhausen ein, welcher von dem Autobahnausbau der A2/A3 gefährdet ist. 2022 forderte sie zusammen mit Luisa Neubauer bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz von Fridays for Future den sofortigen „Stopp des bundesweiten Autobahnausbaus“ und damit den Schutz des Waldes.

Im Sommer 2022 warf Linda Kastrup dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz vor, die Energiekrise gegen die Klimakrise auszuspielen. Den Erwartungen des Klimakanzlers, wie er sich während des Wahlkampfes selbst nannte, könne er nicht gerecht werden. Im Bezug auf die Petersberger Klimadialoge forderte sie, dass insbesondere den Ländern im globalen Süden zugehört werden müsse und finanzielle Mittel für die Klimafolgenanpassung bereitgestellt werden sollen.

Im Rahmen der Proteste rund um die Ausweitung des Kohletagebaus Garzweiler II setzte sich Kastrup 2022 und 2023 insbesondere für den Erhalt des Dorfes Lützeraths ein. Sie organisierte über Monate hinweg unterschiedlichste Veranstaltungen und Demonstrationen und kritisierte insbesondere RWE und die NRW-Landesregierung für das fragliche Gutachten, auf Basis dessen die Abbaggerung Lützeraths beschlossen wurde. Nach der großen Demonstration rund um die Räumung am 14. Januar 2023 betonte Kastrup, dass die Proteste hier noch nicht zu Ende seien.

2025 organisierte Kastrup unterschiedliche Aktionen in Duisburg zur anstehenden Kommunalwahl, mit Kritik an der Stadtgestaltung von Oberbürgermeister Sören Link.

2026 beteiligte sich Kastrup an den überregionalen Großprotesten in Hamm, die sich gegen den Gasausbau im Ruhrgebiet und die Gaspolitik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche richteten. Besonders die Verhinderung der eigentlichen Demoroute des Demo-Bündnisses durch die Polizei kritisierte sie hier.

Während einer der Hitzeperioden 2026 zog Kastrup Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Bundesregierung in die Verantwortung. „Die Bundesregierung tut in Sachen effektiver Klimapolitik quasi nichts. Es werden stattdessen diverse Scheinlösungen propagiert, zum Beispiel dass der Rhein tiefer gebuddelt werden soll oder dass das Sonntagsfahrverbot für LKWs aufgehoben wird“ sagt sie in einem Interview mit der Deutschen Welle.

Anti-AfD-Proteste

Als Mitglied des Essener Bündnisses „Gemeinsam Laut“ organisierte Linda Kastrup die ersten großen Proteste gegen einen Bundesparteitag der AfD 2024 mit. Über 70.000 Personen demonstrierten an diesem Tag gegen die AfD. Kastrup feierte, dass an diesem Protest-Wochenende mehr Menschen auf der Straße waren, als die AfD selbst Mitglieder hatte.

Sonstiges

Durch Kastrups politisches Engagement und Präsenz auf sozialen Medien wird sie immer wieder mit Hasskommentaren im Netz überflutet. Kastrup spricht sich insbesondere auch durch ihre persönliche Betroffenheit immer wieder gegen digitalen Hass und Hetze aus.

2025 postet sie ein virales Video auf TikTok über Kameras auf den Damen-Toiletten der Universität Duisburg-Essen. Sie kritisierte dort insbesondere die fehlende Transparenz der Universität mit den Studierenden diesbezüglich. Dies führte zu bundesweiter Berichterstattung und einigen Maßnahmen zum Schutz von Studierenden im Nachgang.

Auszeichungen

2022: Förderpreis der Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales

Einzelnachweise

  1. ↑ Redaktion: 121 Abi-Zeugnisse am Landfermann-Gymnasium ausgeteilt. In: LokalKlick.eu. 7. Juli 2017, abgerufen am 21. Oktober 2026.
  2. ↑ Martin Ahlers: „Klimaentscheid“: Bürgerbegehren für klimaneutrales Duisburg. 22. September 2021, abgerufen am 21. Oktober 2026.
  3. ↑ Das Team. In: Klimaentscheid Duisburg. Abgerufen am 21. Oktober 2026.
  4. ↑ Linda Kastrup. Abgerufen am 21. Oktober 2026 (deutsch).
  5. ↑ Linda Kastrup: Artikel, Kontakt & Profil - Autorenseite - Schwäbische Zeitung. Abgerufen am 21. Oktober 2026.
  6. ↑ Fridays for Future: Wenn die Grünen sich nicht fürs Klima einsetzen, macht es niemand. Abgerufen am 21. Oktober 2026.
  7. ↑ Deine Argumentationshilfe gegen Vorurteile und Fake News. Abgerufen am 21. Oktober 2026.
  8. ↑ transcript Verlag: Kastrup, Linda | transcript.open - Open Access Co-Publishing Network. Abgerufen am 21. Oktober 2026 (deutsch).
  9. ↑ Linda Kastrup. Abgerufen am 21. Oktober 2026 (deutsch).
  10. ↑ Jan Koch: Jahresauftakt: „Fridays for Future“ melden sich zurück. Abgerufen am 21. Oktober 2026.
  11. ↑ Daniela Vates: Scholz’ letzte Rede vor dem Urlaub: Klimakrise kommt wieder auf die Agenda. In: RND.de. (rnd.de [abgerufen am 21. Oktober 2026]).
  12. ↑ Lützerath: Fridays-for-Future-Aktivistin über geplante Räumung, Proteste und Mut. Abgerufen am 21. Oktober 2026.
  13. ↑ Lützerath-Aktivistinnen verteidigen zivilen Ungehorsam. 18. Januar 2023, abgerufen am 21. Oktober 2026.
  14. ↑ Philipp Wahl: Wahlkampf an einem der „heißesten und unschönsten Orte Duisburgs". 19. August 2025, abgerufen am 21. Oktober 2026.
  15. ↑ Andreas Wyputta: Aktivisten von „Ende Gelände“: Großdemo gegen Gaskraftwerke angekündigt. In: Die Tageszeitung: taz. 25. Mai 2026, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 21. Oktober 2026]).
  16. ↑ Hitze in Deutschland: Politik tatenlos, Bevölkerung machtlos. Abgerufen am 21. Oktober 2026.
  17. ↑ Mehrere Festnahmen: 28 Polizisten bei Anti-AfD-Protest verletzt – ein Beamter schwer. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 21. Oktober 2026]).
  18. ↑ Gordon Wüllner-Adomako: Klima-Aktivistin (22) lässt Hasskommentare nicht an sich ran. 7. August 2021, abgerufen am 21. Oktober 2026.
  19. ↑ In Germany, record heat meets climate action fatigue. Abgerufen am 21. Oktober 2026 (englisch).
  20. ↑ TikTok - Make Your Day. Abgerufen am 21. Oktober 2026.
  21. ↑ Nicole Noetzel: Kamera auf Uni-Toilette entdeckt | Unruhe an Essener Uni: Kamera auf Toilette entdeckt. 16. Januar 2025, abgerufen am 21. Oktober 2026.
  22. ↑ Martin Ahlers: Förderpreis Umwelt und Soziales: Das sind die Preisträger. 23. September 2022, abgerufen am 21. Oktober 2026.
Personendaten
NAME Kastrup, Linda
KURZBESCHREIBUNG deutsche Klimaaktivistin, Autorin und Sprecherin von Fridays for Future Deutschland
GEBURTSDATUM 1999