Liv Sandberg (geb. Liv Anfindsen, 1924 in Bergen; gestorben 20. November 2021) war eine norwegische Filmemacherin und Autorin.
Liv Sandberg wuchs in Bergen auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie zunächst Grundschullehrerin, bis sie den Dokumentarfilmer Haakon Sandberg kennenlernte (den sie 1950 heiratete) und mit ihm und seinem Bruder Sverre Sandberg die Filmproduktion "Svekon" in Bergen aufbaute. Sie schrieb und produzierte vor allem Kurzfilme für Kinder, in denen teilweise ihre eigenen Kinder Sverre und Øyvind mitwirkten, z. B. in Grapus som forsvant (1955) oder To gutter med flaks (1965). Als Angestellte ihres Mannes war es ihr rechtlich nicht gestattet, mehr als 10.000 Kronen im Jahr zu verdienen, obwohl sie gleichberechtigt im Familienbetrieb mitarbeitete. Sie wandte sich daher an die Gleichstellungsbehörde und erreichte, dass alle drei Beteiligten jeweils ein Drittel der Firmengewinne erhielten.
Mit Haakon Sandberg war sie bis zu dessen Tod 2013 verheiratet. Noch 2016 arbeitete die 92-jährige Liv Sandberg als freiwillige Norwegischlehrerin für Einwanderer in Gjøvik.
1998 erhielt Liv Sandberg das Stipendium des Kulturdirektorats für verdiente ältere Künstler in Anerkennung ihres langjährigen, wertvollen Schaffens.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sandberg, Liv |
| ALTERNATIVNAMEN | Anfindsen, Liv (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | norwegische Filmemacherin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 1924 |
| GEBURTSORT | Bergen |
| STERBEDATUM | 20. November 2021 |