| Live at the Outpost Performance Space | ||||
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| Livealbum von Gebhard Ullmann Conference Call | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
5 | |||
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50:38 | ||||
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Besetzung |
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Aufnahmeort(e) |
Outpost Performance Space, Albuquerque | |||
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Live at the Outpost Performance Space ist ein Musikalbum von Gebhard Ullmanns Formation Conference Call. Die am 17. November 2003 im Outpost Performance Space in Albuquerque entstandenen Aufnahmen erschienen 2006 auf 482 Music.
Es ist das vierte Album (und die dritte Live-Aufnahme) von Ullmanns Gruppe Conference Call, bestehend aus dem Saxophonisten und Klarinettisten Gebhard Ullmann, dem Pianisten Michael Jefry Stevens, dem Bassisten Joe Fonda und dem Schlagzeuger Gerry Hemingway. Der Platz am Schlagzeug wurde in dieser Band zuvor von einer Reihe von Perkussionisten besetzt, darunter Matt Wilson (Fonal Answer), Han Bennink (Variations on a Master Plan) sowie George Schuller (Spirals: The Berlin Concert), der später wieder zurückkehrte.
Soweit nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Gebhard Ullmann.
Alain Drouot verlieh dem Album in Allmusic dreieinhalb Sterne und schrieb, Conference Call habe sich zu einer der besten Bands ihrer Zeit entwickelt. Ihr viertes Album (und die dritte Live-Aufnahme) präsentiere mit Gerry Hemingway auch ihren vierten Schlagzeuger, doch die Chemie des Quartetts sei ungebrochen. Das Album könne als Suite voller introspektiver und besinnlicher Betrachtungen betrachtet werden, eingerahmt von zwei feurigen Abschnitten, in denen Gebhard Ullmanns scharfes Sopran- und Tenorsaxophon-Spiel im Vordergrund stehe. Die eher ruhige Atmosphäre gebe dem Hörer die Gelegenheit, den Pianisten Michael Jefry Stevens und den Bassisten Joe Fonda ausführlich zu erleben und ihr jeweiliges Können voll auszuschöpfen. Ersterer klinge vielseitig und konzentriert, während Letzterer seinem Instrument eine wahre Klangfülle entlocke. Am bewundernswertesten an dieser Band sei ihre Effizienz als Einheit.

Nach Ansicht von Jeff Dayton-Johnson, der das Album in All About Jazz rezensierte, bewegt sich diese Quartett gekonnt zwischen den harten Rändern des Mainstreams und der freien Improvisation. Hemingway erzeuge genau den Sound, den Jack DeJohnette auf dem Miles-Davis-Album Cellar Door anstrebte, aber nicht erreichen konnte: kraftvoll und funky, aber auch offen und polyrhythmisch. Sein Zusammenspiel mit Bassist Joe Fonda sei wunderbar und strukturell entscheidend, da jedes Stück eine Abfolge von Episoden darstelle, die durch die rhythmische Handschrift von Fonda und Hemingway geprägt sind. Ullmann würde vor Energie und Ideen sprühen: Er klinge auf jedem Instrument wie ein anderer Musiker. Alle seine Soli sein lang und komplex. Pianist Michael Jefry Stevens setze Pianissimo-Akzente, steigere aber in den grandiosen ersten Minuten von „Liquid Cage“ auch die Lautstärke mit Messiaen-artiger Pracht.
Der Mitschnitt würde eine Band widerspiegeln, die tief in der Geschichte des Small-Group-Jazz verwurzelt sei und gleichzeitig neue Wege beschreite, meint Chris Kelsey in JazzTimes. Der Opener, Ullmanns „29 Shoes“, gebe den Ton an. Die Gruppe steche zunächst bruchstückhaft in ein subtiles Motiv hinein, bevor sie es schließlich zu einem mitreißenden, lateinamerikanisch angehauchten Meisterwerk forme. Hemingway dehne den Groove bis zum Äußersten aus, ohne ihn dabei zu zerstören. Ständig bewahre er einen außergewöhnlichen Drive und interagiere auf höchstem Niveau mit seinen Bandkollegen – insbesondere mit Ullmann. Die Solisten seien durchweg exzellent, und die Gruppendynamik von höchstem Niveau. Wer noch Zweifel daran habe, dass Jazz eine lebendige und sich stetig weiterentwickelnde Kunstform ist, werde hier eines Besseren belehrt.