Lonko

Porträt des Lonko Quilapán.

Ein Lonko (aus dem Mapudungun: longko ‘Kopf’), auch Lonco oder cacique genannt, ist der Leiter oder Kopf einer Mapuche-Gemeinschaft. Das Amt umfasst politische, administrative und religiöse Aspekte.

Beschreibung

Der Lonko ist das Oberhaupt der einzelnen Familiengruppen (lof), die in rucas oder richtigen Häusern in benachbarten Gemeinden leben, sich gegenseitig helfen und durch einen gemeinsamen Vorfahren verbunden sind. Früher trafen sich die verschiedenen Lonkos in Kriegszeiten, um einen toqui, einen militärischen Anführer, zu wählen, der die Aktionen der kriegerische Eskalierung der betreffenden Gemeinschaften als Einheit koordinierte. Er ist die wichtigste Autorität und entspricht traditionell einer älteren Person, die das traditionelle Oberhaupt der Familiengemeinschaft ist.

Amtsaufnahme

„Ein cacique araucano mit seiner Ehefrau, seiner Tochter und seiner Enkelin“. Foto aus La Lira Chilena (1906)

Er kann sein Amt aus folgenden Gründen aufnehmen (mapudungun, „llowkei“):

Religiöse Aspekte

Neben seiner sozialen Rolle ist der Lonko oft auch in den religiösen Aspekt involviert, indem er die guillatún („Bittgebet“) anführt, eine der wichtigsten Zeremonien der Mapuche.

Als kimche („Wissender, Weiser“) der kimün („Wissen, Weisheit“) der Mapuche muss der Lonko die Kontinuität der Admapu und der Bräuche des Landes der Mapuche.

Abzweigungen des Amts

Berater

Einzelnachweise

  1. ↑ Cristina Gálvez Gómez (Hrsg.): Conociendo la cultura Mapuche. 2., überarbeitete Auflage. Santiago de Chile 2012.