Lothar Albertin

Lothar Albertin (* 26. Dezember 1924 in Ortelsburg/Ostpreußen; † 28. März 2018 in Bad Meinberg) war ein deutscher Historiker und Professor an der Universität Bielefeld.

Leben

Albertin absolvierte ein Notabitur, den Kriegsdienst an der Ostfront, wurde verwundet und geriet in Kriegsgefangenschaft, nach deren Ende er sich in Bad Meinberg niederließ. Er studierte Geschichte, Germanistik und Staatsphilosophie an den Universitäten Köln und Amsterdam und wurde 1953 bei Theodor Schieder zum Dr. phil. promoviert. Dem Referendariat am Gymnasium Leopoldinum in Detmold folgten von 1957 bis 1960 im Jugendhof Vlotho Lehrgänge in staatsbürgerlicher Bildungsarbeit für Schüler und Geschichtslehrer. Von dort ging er zunächst an die Universität Marburg und danach an die Universität Mannheim, an der er sich 1968 als Akademischer Oberrat für Zeitgeschichte und Politische Wissenschaft habilitierte. Er wurde zum Wissenschaftlichen Rat und Privatdozenten ernannt und war 1968/1969 Dekan der Fakultät für Soziale Wissenschaften. 1971/1972 war er Direktor des Instituts für Soziale Wissenschaften, 1972 Gastprofessor in New York. 1974 ging er an die Pädagogische Hochschule Bielefeld. Er war 1978 Gastprofessor in Bordeaux, erneut auch 1982.

Im Jahr 1979 ging er an die Universität Bielefeld, an der er als ordentlicher Professor für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte bis 1989 an der Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie lehrte.

Er veröffentlichte Beiträge unter anderem in Zeitschriften wie Historische Zeitschrift und Politische Vierteljahrsschrift. Seine Forschungsschwerpunkte waren der deutsche Liberalismus, die Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert und die ostwestfälische Regionalgeschichte.

Lothar Albertini lebte in Horn-Bad Meinberg.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Nachruf auf Professor Dr. Lothar Albertin, abgerufen am 17. Dezember 2018.
Personendaten
NAME Albertin, Lothar
KURZBESCHREIBUNG deutscher Historiker
GEBURTSDATUM 26. Dezember 1924
GEBURTSORT Ortelsburg
STERBEDATUM 28. März 2018
STERBEORT Bad Meinberg