Louis Denayrouze

Louis Denayrouze; Musée du Scaphandre, Espalion, Département Aveyron, Frankreich

Marie Louis Denayrouze (* 17. Mai 1848 in Espalion, Département Aveyron; † 20. Februar 1910 in Paris) war ein fran­zösischer Ingenieur, Schriftsteller und Politiker. Er ist der Bruder von Auguste Denayrouze, der mit Benoît Rouquayrol den autarken Tauchanzug erfand.

Politik

Von 1884 bis 1885 war er Abgeordneter in Paris für Aveyron. Bereits sein Vater Jean Fleuret Denayrouze war Abgeordneter für Aveyron. Er legte während seiner Amtszeit als Abgeordneter einen Gesetzentwurf mit dem Ziel vor, verschiedene angewandte Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Chemie und Mechanik zu honorieren.

Erfindungen

Nach seinem Abschluss als Ingenieur an der École Polytechnique im Jahr 1867 erfand er ein Gerät für die Arbeit in Bergwerken: einen wasserdichte Gasglühlichtbrenner, das Aérophore. Diese Erfindung ermöglichte eine kontrollierte Luftzufuhr zum Atmen und zur Beleuchtung für Bergleute, die in sauerstoffarmen Umgebungen arbeiten. Zudem umfasst sie Lampen, die in Verbindung mit diesen Geräten genutzt wurden. In Frankreich empfahlen der Conseil Général des Mines (Generaldirektion für Bergbau), die Marine und das Génie militaire (Pionierkorps) den Einsatz. Bergbaugesellschaften und Armeen in Deutschland, Belgien oder Österreich setzten die Geräte ein. Industrieunternehmen wie Schneider, Krupp, John Cockerill, die Gaswerke von Paris, London und Dublin gehörten zu den Käufern. Die Londoner Feuerwehr erwarb 120 Exemplare.

Seine Arbeit „Des aérophores et de leur application au travail des mines“ (Aerophoren und ihre Anwendung im Bergbau) brachte ihm 1875 den Montyon-Preis der Akademie der Wissenschaften ein.

Er konstruierte außerdem ein Unterwasser-Schallhorn.

Kultur

Seine Komödie „La belle Paule“, wurde 1879 uraufgeführt. Für sein Werk „Arcades ambo - La poésie de la science“ wurde ihm im selben Jahr der Poesiepreis der Académie française verliehen wurde.

Sonstiges

Er wurde 1882 zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen und 1890 zum deren Offizier befördert.

Sarah Bernhardt erwähnte ihn in im Kapitel 22 ihrer 1907 erschienenen Autobiografie „Mein Doppelleben“.

In Espalion, seinem Geburtsort, ist ein Collège nach ihm benannt.

Werke

Literatur

Commons: Louis Denayrouze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Acte de naissance de Marie Louis Denayrouze. Abgerufen am 6. März 2026 (französisch).
  2. ↑ Marie, Louis Denayrouze - Base de données des députés français depuis 1789 - Assemblée nationale. Abgerufen am 6. März 2026 (französisch).
  3. ↑ The Science Record for 1872-76: A Compendium of Scientific Progress and Discovery, Alfred Ely, Seit 283, Beach, Munn & Company, 1875
  4. 1 2 L'aérophore. Abgerufen am 6. März 2026 (englisch).
  5. ↑ Chronological and Descriptive Index of Patents Applied for and Patents Granted, Containing the Abridgements of Provisional and Complete Specifications Cover, S. 474, Great Britain. Patent Office, 1873
  6. ↑ https://privilegien.patentamt.at/metadata/1896_002246/20/
  7. ↑ Louis DENAYROUZE. Abgerufen am 6. März 2026 (französisch).
  8. ↑ Collège Louis Denayrouze. In: Ministère de l'Education Nationale de la Jeunesse et des Sports. Abgerufen am 30. Januar 2022 (französisch).
Personendaten
NAME Denayrouze, Louis
ALTERNATIVNAMEN Denayrouze, Marie Louis (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG französischer Ingenieur, Schriftsteller und Politiker
GEBURTSDATUM 17. Mai 1848
GEBURTSORT Espalion, Département Aveyron
STERBEDATUM 20. Februar 1910
STERBEORT Paris