
Louisa Paulin (* 2. Dezember 1888 in Réalmont; † 23. April 1944 ebenda) war eine französische Dichterin französischer und okzitanischer Sprache.
Louisa Paulin wuchs nördlich von Castres im okzitanischen Sprachbereich auf und lernte Französisch erst ab dem Alter von 7 Jahren. Sie wurde 1906 Volksschullehrerin im Département Tarn und unterrichtete später in Klassen der Höheren Volksschule in Albi und ab 1914 in Tulle. Wegen einer Amyloid-Polyneuropathie musste sie 1932 den Beruf aufgeben. Sie kehrte in ihren Heimatort Réalmont zurück und widmete sich künftig dem literarischen Schreiben, zuerst auf Französisch, dann zunehmend auch auf Okzitanisch. Sie erzielte mehrere Preise bei den Blumenspielen der Académie des Jeux Floraux in Toulouse und erwarb den von der Akademie verliehenen Titel Maître ès Jeux Floraux (Meistersänger/Meisterdichter). Ihre okzitanische Dichtung Fresca hatte den Albigenserkreuzzug zum Thema. Sie starb im Alter von 55 Jahren.
In Tulle ist eine Straße nach ihr benannt. In Muret und Réalmont tragen Schulen ihren Namen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Paulin, Louisa |
| KURZBESCHREIBUNG | französische Dichterin französischer und okzitanischer Sprache |
| GEBURTSDATUM | 2. Dezember 1888 |
| GEBURTSORT | Réalmont |
| STERBEDATUM | 23. April 1944 |
| STERBEORT | Réalmont |