Louise Codecasa

Louise Codecasa (* 18. Januar 1856 in Budapest; † 1933 in Meiningen) war eine österreichische Malerin.

Leben

Louise Codecasa war die Tochter eines Sohnes der italienischen Opernsängerin Teresa Saporiti (1763–1869). Bereits als Jugendliche nahm sie 1869 und 1872 an Ausstellungen von Schülerarbeiten der Landschaftlichen Zeichnungsakademie in Graz teil. Mit Hilfe von drei Staatsstipendien (1875–1877) setzte sie ihre Studien dort unter Heinrich Schwach fort.

Codecasa malte vor allem Porträts und Genrebilder in Öl. 1878 präsentierte sie ein Porträt auf der Jahresausstellung im Wiener Künstlerhaus. Nachdem sie 1879 noch als Malerin im Grazer Geschäfts- und Adressenkalender geführt worden war, lebte sie bald darauf in Wien. Bis 1891 beschickte sie die dortigen Ausstellungen des Österreichischen Kunstvereins. 1891 stellte sie auch mit dem Wiener Künstlerclub aus.

Spätestens 1907 ließ Codecasa sich in Meiningen nieder. Dort war sie weiterhin künstlerisch tätig, so schuf sie 1913 ein Porträt von Elsa Reger. Sie entdeckte und förderte die Malerin Trude Graef. 1933 starb sie in Meiningen.

Werke (Auswahl)

Porträt von Kaiser Franz Joseph I.

Literatur

Commons: Louise Codecasa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Geschichte des Prager Theaters. Von den Anfängen des Schauspielwesens bis auf die neue Zeit. Band 3. Haase, Prag 1888 (Digitalisat).
  2. ↑ Ausstellung der I. acad. Schülerarbeiten. In: Grazer Volksblatt, 1. August 1869, S. 8 (online bei ANNO).
  3. ↑ Die landschaftliche Kunstschule. In: (Grazer) Tagespost, 7. November 1872, S. 4 (online bei ANNO).
  4. ↑ Die Jahresausstellung im Wiener Künstlerhause. In: Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe. Band 13, Heft 38. 1878, S. 607 (Digitalisat).
  5. ↑ Grazer Geschäfts- und Adressenkalender für das Jahr 1879. Gutenberg, Graz 1879 (Digitalisat).
  6. ↑ Dankmar Trier: Codecasa, Louise. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 20, Saur, München u. a. 1998, ISBN 3-598-22760-4, S. 97.
  7. ↑ Wiener Künstlerclub. In: Deutsche Musik-Zeitung / Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung, Heft 17/1891, S. 2 (online bei ANNO).
  8. ↑ Alexander Becker: Immer Reger: Geschichte und Aufgaben des Max-Reger-Instituts. Carus-Verlag, Tübingen 2007, ISBN 978-3-89948-093-1, S. 157.
  9. ↑ Ingrid Reißland: Kleine Notgeldscheine und große Aquarelle. In: Meininger Heimatklänge. Beilage zum Meininger Tageblatt. Nr. 2, 14. Februar 2022 (PDF).
  10. ↑ Österreichischer Kunstverein. In: Österreichische Kunst-Chronik, 1. Dezember 1881, S. 7 (online bei ANNO).
  11. ↑ Österreichischer Kunstverein. In: Deutsche Musik-Zeitung / Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung, Heft 43/1882, S. 3 (online bei ANNO).
  12. ↑ Die Jagdausstellung im Österreichischen Kunstverein. In: Neue Freie Presse, 26. April 1884, S. 20 (online bei ANNO).
  13. ↑ Österreichischen Kunstverein. Maiausstellung. In: Österreichische Kunst-Chronik, 2. Mai 1885, S. 12 (online bei ANNO).
  14. ↑ Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Wien: I. Bezirk - Innere Stadt. Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-366-6, S. 358.
  15. ↑ Codecasa, Louise. In: Rudolf Schmidt: Österreichisches Künstlerlexikon: von den Anfängen bis zur Gegenwart. Band 1. Tusch, Wien 1980.
  16. ↑ 370. Ausstellung – Oesterreichischer Kunst-Verein in Wien – Weichnachts-Ausstellung – December 1888. 1888, S. 5 (Digitalisat).
Personendaten
NAME Codecasa, Louise
KURZBESCHREIBUNG österreichische Malerin
GEBURTSDATUM 18. Januar 1856
GEBURTSORT Budapest
STERBEDATUM 1933
STERBEORT Meiningen