Lubolz

Lubolz
Lubolce
Koordinaten: 51° 58′ N, 13° 45′ OKoordinaten: 51° 57′ 56″ N, 13° 45′ 21″ O
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 25 km²
Einwohner: 728 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner/km²
Eingemeindung: 6. Dezember 1993
Postleitzahl: 15907
Vorwahl: 03546
Lubolzer Dorfstraße in Groß Lubolz

Lubolz, niedersorbisch Lubolce, ist ein Ortsteil der Stadt Lübben (Spreewald) im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald. Der Ort entstand am 1. Januar 1974 aus der Zusammenlegung der bis dahin eigenständigen Gemeinden Groß Lubolz (Wjelike Lubolce) und Klein Lubolz (Małe Lubolce).

Lage

Lubolz liegt in der Niederlausitz an der Grenze zum Spreewald. Nachbarorte sind Hartmannsdorf im Osten, die Stadt Lübben (Spreewald) im Südosten, Treppendorf im Süden, Rickshausen (zu Bersteland) im Südwesten, Freiwalde (zu Bersteland) und Schönwald im Westen sowie, etwas weiter entfernt, Krausnick (zu Krausnick-Groß Wasserburg) im Norden. Von Lubolz aus führen zwei Gemeindestraße zur Bundesstraße 115, die etwa zwei Kilometer entfernt verläuft.

Geschichte

Dorfkirche in Groß Lubolz

Groß Lubolz wurde erstmals am 20. Februar 1345 in der Luckauer Urkunde Nr. 9 erwähnt. Im Jahr 1421 kam der Namenszusatz Groß hinzu.

Klein Lubolz wurde erstmals im Jahr 1400 urkundlich erwähnt. Der Namenszusatz Klein kam im Jahr 1427 hinzu.

Im Zeitraum von 1692 bis 1694 wurde die Lubolzer Dorfkirche im Gemeindeteil Groß Lubolz als Fachwerkbau errichtet und in den Jahren 1996 und 1997 saniert.

Bis zum Wiener Kongress gehörte Lubolz zu Sachsen. Dabei war Groß Lubolz Teil des Luckauer Kreises, Klein Lubolz Teil des Lübbener Kreises. Die Grenze bildete der Kabelgraben. Nach dem Wiener Kongress kam Lubolz an das Königreich Preußen. Bis zum 31. Dezember 1973 gehörte Klein Lubolz zum Kreis Lübben und Groß Lubolz zum Kreis Luckau. Am 1. Januar 1974 wurden beide Orte zur Gemeinde Lubolz zusammengelegt, die im Kreis Lübben lag und am 6. Dezember 1993 nach Lübben (Spreewald) im neu gebildeten Landkreis Dahme-Spreewald eingemeindet wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Groß Lubolz

Anzahl Einwohner
Jahr 1875189019101925193319391946195019641971
Einwohner 696732765697623600868798585485

Klein Lubolz

Anzahl Einwohner
Jahr 1875189019101925193319391946195019641971
Einwohner 368383342348334320505478330314

Lubolz

Anzahl Einwohner
Jahr 1981198519891992
Einwohner 683645653625

Sport

Der Fußballverein des Ortes heißt SV Blau-Weiß Lubolz.

Verkehr

Der Haltepunkt Lubolz liegt an der Bahnstrecke Berlin–Görlitz und wird durch die Linie RE 7 bedient.

Commons: Lubolz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis des Landes Brandenburg am 31. Dezember 2024 Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), abgerufen im September 2026. (saved in Webarchiv)
  2. 1 2 3 Lubolz. Stadt Lübben (Spreewald), archiviert vom Original am 23. Juli 2016; abgerufen am 21. März 2022.
  3. ↑ Historisches Ortslexikon für die Niederlausitz / Luckau, Lübben, Calau (= Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs). Berliner Wissenschafts-Verlag, 2013, ISBN 978-3-8305-4297-1.
  4. ↑ Klein Lubolz, Małe Lubolce im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 26. Oktober 2025.
  5. 1 2 3 Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 331 kB) Landkreis Dahme-Spreewald. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Dezember 2006, abgerufen am 8. März 2017.