Ludekendorf

Ludekendorf ist eine wüste Feldmark, die vermutlich südöstlich von Brandenburg an der Havel lag. Die Fläche befindet sich in der Neuzeit im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Geschichte und Etymologie

Die genaue Lage des mittelalterlichen Ortes ist unbekannt. Wahrscheinlich handelte es sich um eine frühdeutsche Siedlung am Görnberg zwischen Prützke und Grebs. Ein Zusammenhang wird zudem mit den Flurnamen Dorfstücke, Wenddorf und Wendemark vermutet.

Der Ort ist erstmals 1195 als Ludekendorp urkundlich belegt. In diesem Jahr wird er als Dorf (villa) genannt; der Zehnt fiel an das Kloster Lehnin. Der Name leitet sich von einem Mann mit dem deutschen Personennamen Ludeke ab. Nach 1195 erschien der Ort in den schriftlichen Quellen nicht mehr. Er gehörte vor 1195 bis 1542 zum Besitz des Klosters Lehnin und wurde ab 1542 dem Amt Lehnin zugeordnet. Der Ort wurde offenbar bereits sehr früh wüst und ging wahrscheinlich in der Feldmark von Prützke auf.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 238)
  2. ↑ Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 109, ISBN 3-937233-17-2.