
Ludwig Doerr (* 12. Juli 1925 in Speyer; † 30. Juni 2015 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Organist und Musikpädagoge.
Sein Studium an der Hochschule für Musik in Köln und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart – unter anderem bei Anton Nowakowski und Karl Marx – schloss er mit dem A-Examen für Kirchenmusik und der Konzertreifeprüfung für Orgel ab. 1950 gewann er beim internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig den Bach-Preis. 1952 wurde Doerr Domorganist in Speyer; zusätzlich unterrichtete er als Lehrbeauftragter Orgel am Bischöflichen Kirchenmusikalischen Institut Speyer, an der Pädagogischen Hochschule in Landau und (von 1964 bis 1971) an der Staatlichen Hochschule für Musik in Saarbrücken. Von 1971 bis zu seiner Emeritierung 1990 hatte er eine Professur für Orgel an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau und wirkte zugleich als Domorganist am Freiburger Münster. Er hatte ein hohes Ansehen als hervorragender Improvisator. Im Sommer des Bach-Jahres 1985 präsentierte er im Freiburger Münster Bachs gesamtes Orgelwerk, verteilt auf 16 Abende.
Aus seiner Orgelklasse gingen zahlreiche bekannte Organisten hervor, darunter Wolfgang Baumgratz, Hannfried Lucke, Joachim Krause und Christoph Schoener.
1993 wurde Ludwig Doerr der Oberrheinische Kulturpreis verliehen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Doerr, Ludwig |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Organist |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1925 |
| GEBURTSORT | Speyer, Deutsches Reich |
| STERBEDATUM | 30. Juni 2015 |
| STERBEORT | Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg, Deutschland |