Ludwig Elsholtz

Ludwig Elsholtz (* 2. Juni 1805 in Berlin; † 3. Februar 1850 ebenda) war ein deutscher Aquarell-, Genre- und Schlachtenmaler, der auch als Illustrator von Tafelwerken und Kinder- und Jugendbüchern aktiv war.

Leben

Elsholtz war ein Sohn des Berliner Destillateurs und Viktualienhändlers Christian Friedrich Elsholtz († um 1842) und dessen Frau Anna Sophia (geborene Schultze), der Tochter eines Arbeiters aus Goltzow. Sein Zwillingsbruder Daniel Heinrich Elsholtz starb kurz nach der Geburt. Er studierte an der Berliner Akademie und bildete sich ab 1822 im Atelier von Franz Krüger fort. In seinen Bildnissen stellte er zumeist militärische Szenen dar. Die Motive entnahm er dabei aus dem Freiheitskrieg von 1813. Seinen Genrebilder zeigten hingegen idyllisch humorvolle Schilderungen aus dem Alltagsleben. Er fertigte im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. eine ganze Reihe von Bildern (mindestens 6 Gemälde wurden von ihm angekauft) an, die in den Jahren 1828 bis 1844 in den Ausstellungen der Berliner Akademie gezeigt wurden. Ab 1829 war er Mitglied des Berlinischen Künstler-Vereins.

Sein Stil ähnelte anfangs dem Krügers, wobei sich Elsholtz auf das Militärgenre spezialisierte. Neben der großformatigen Darstellung historischer Ereignisse waren seine kleinen anekdotischen Szenen beliebt, die teilweise einen humoristischen Unterton hatten. Seine künstlerische Entwicklung ging bald zu größeren, figurenreichen Darstellungen über. Als er später wegen eines unregelmäßigen Lebens die Kraft zu größeren Arbeiten verlor, wandte er sich der Aquarellmalerei zu.

Werke (Auswahl)

Napoleon I. mit seinen Generalen

Illustrationen

Literatur

Commons: Ludwig Elsholtz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Ludwig Elsholtz (1805–1850). In: Berlin-Brandenburgisches Künstlerlexikon. (kl-bb.de).
  2. ↑ Victor Alexander Carus: Elsholtz, Ludwig (oft fälschlich Elsholz genannt). In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 10: Dubolon–Erlwein. E. A. Seemann, Leipzig 1914, S. 488 (Textarchiv – Internet Archive).
  3. ↑ Max Osborn: Sammlung Generalkonsul Georg Baschwitz, Berlin … Wertheim, Berlin 1930, Text S. 25 (Textarchiv – Internet Archive – Abbildung schwarzweiß, Nr. 195).
  4. ↑ Helmut Börsch-Supan: Die Kunst in Brandenburg-Preussen : ihre Geschichte von der Renaissance bis zum Biedermeier, dargestellt am Kunstbesitz der Berliner Schlösser. Gebrüder Mann, Berlin 1980, ISBN 3-7861-1273-8, Friedrich Wilhelm III. (1797–1840), S. 196 ff., hier S. 255–256 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
  5. ↑ Lionel von Donop: Elsholtz, Ludwig, Genre und Schlachtenmaler. In: Katalog der Handzeichnungen, Aquarellen und Oelstudien in der Königl. National-Galerie. E. S. Mittler, Berlin 1902, S. 104–107 (Textarchiv – Internet Archive).