Ludwig Klaiber (* 11. Januar 1896 in Hechingen; † 25. April 1952 in Freiburg im Breisgau) war ein südwestdeutscher Bibliothekar.
Nach einer Buchhändlerlehre im Freiburger Herder-Verlag und absolviertem Gymnasium nahm Klaiber von 1915 bis 1917 als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Anschließend studierte er in Freiburg im Breisgau Neuere Sprachen und Geschichte bei Georg von Below. 1922 begann Klaiber an der Universitätsbibliothek Freiburg als Volontär die Bibliothekarslaufbahn; 1926 wechselte an die Bayerische Staatsbibliothek in München, wo er 1927 die Fachprüfung zum wissenschaftlichen Bibliothekar ablegte. 1930 kehrte Klaiber zurück an die Freiburger Universitätsbibliothek als Referent für das Buch- und Bibliothekswesen sowie Romanistik und die Geschichte der romanischen Länder; 1939 wurde er zum Bibliotheksrat ernannt. Angeregt durch den Historiker Heinrich Finke befasste sich Klaiber seit den 1920er Jahren insbesondere mit Spanien, dessen Sprache er bereits während seiner Buchhändlerlehre erlernt hatte. 1922 und 1951 unternahm er größere Forschungsreisen dorthin, vor allem auf den Spuren des mallorquinischen Gelehrten Ramon Llull. Daneben bereiste Klaiber auch französische Bibliotheken (1937 und 1941), die er für das Handbuch der Bibliothekswissenschaften bearbeitete. Er war Ehrenmitglied der Ramon Llull-Gesellschaft in Palma de Mallorca, Ehrenmitglied der Kgl. Akademie der Geisteswissenschaften in Barcelona und Ehrenmitglied des Instituts der katalanischen Studien in Barcelona. 1951 wurde auf Initiative Klaibers die Heinrich-Finke-Gesellschaft zur Pflege der deutsch-spanischen Beziehungen an der Universität Freiburg i. Br. gegründet. Klaiber war seit 1926 verheiratet und hatte drei Kinder.
| Personendaten | |
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| NAME | Klaiber, Ludwig |
| KURZBESCHREIBUNG | südwestdeutscher Bibliothekar |
| GEBURTSDATUM | 11. Januar 1896 |
| GEBURTSORT | Hechingen |
| STERBEDATUM | 25. April 1952 |
| STERBEORT | Freiburg im Breisgau |