Luigi Pagliani (* 25. Oktober 1847 in Genola; † 4. Juni 1932 in Turin) war ein italienischer Hygieniker.
Er war Schüler von Jacob Moleschott, Freund und Mitarbeiter von Giulio Bizzozero und Angelo Mosso. 1868 schloss er ein Medizinstudium an der Universität Turin ab, wo er später den ersten in Italien eingerichteten Lehrstuhl für Hygiene innehatte. 1886 gründete er die Società Italiana di Igiene. 1886 wurde er von Francesco Crispi nach Rom berufen, um die italienische Gesundheitspolitik zu organisieren. Er war Leiter der neuen Generaldirektion für Gesundheit im Innenministerium. In diesem Auftrag erzielte er Erfolge bei der Bekämpfung der Cholera in Süditalien und auf Sizilien und diagnostizierte Hakenwürmer, als Ursache für die Anämie der für den Gotthardtunnel eingesetzten Bergmänner. Zu seiner Arbeitsgruppe gehörte auch Achille Sclavo.
1888 wurde er in der römischen Loge "Cola di Rienzi" vom Grande Oriente d’Italia aufgenommen. Anfang der 1890er Jahre war er Ordensrat und Mitglied der Freimaurer-Solidaritätskommission.
1906 ließ er in Solidarität mit Tommaso Villa und anderen freimaurerischen Senatoren und Abgeordneten, die vom Großmeister Ettore Ferrari ausgeschlossen worden waren, weil sie zusammen mit Geistlichen eine lokale Liste unterstützt hatten, sein Mandat ruhen. 1907 trat er öffentlich gegen den Katechismusunterricht an Grundschulen ein und wurde 1908 wieder in den Rat des Grande Oriente d’Italia gewählt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pagliani, Luigi |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Hygieniker |
| GEBURTSDATUM | 25. Oktober 1847 |
| GEBURTSORT | Genola |
| STERBEDATUM | 4. Juni 1932 |
| STERBEORT | Turin |