| Lycoming | |
|---|---|
| IO-390 | |
| Produktionszeitraum | 2009–aktuell |
| Hersteller | Lycoming |
| Entwicklungsland | |
| Erstlauf | 2002 |
| Funktionsprinzip | Otto |
| Motorenbauform | Boxermotor |
| Zylinder | 4 |
| Bohrung | 135,1 mm |
| Hub | 111,1 mm |
| Hubraum | 6370 cm³ |
| Gemischaufbereitung | Saugrohreinspritzung |
| Leistung | 157 – 160 kW |
| Vorgängermodell | Lycoming IO-360 Lycoming IO-580 |
Der Lycoming IO-390 ist ein Vierzylinderboxermotor für Kleinflugzeuge, der vom US-amerikanischen Unternehmen Lycoming hergestellt wird. Da keine Version mit Vergaser existiert, das die Bezeichnung O-390 hätte, ist der IO-390 das Basismodell.
Ursprünglich wurde der Motor in den 1970er Jahren als IO-400-X konzipiert, aber das Projekt wurde eingestellt.
Die Motoren der Baureihe IO-390 (Werksbezeichnung IO-390-X) leisten zwischen 210 hp (157 kW) und 215 hp (160 kW). Der IO-390 wurde aus dem IO-360 entwickelt, indem die größeren Zylinder des IO-580 verwendet wurden. Er hat eine verbesserte Luftansaugung, Rollenstößel und eine Magnetzündung. Der Motor hat eine Saugrohreinspritzung. Der Hubraum der Maschine beträgt 6390 cm³. Die Zylinderköpfe sind luftgekühlt.
Der IO-390 wurde auf dem EAA AirVenture 2002 zum ersten Mal vorgestellt. Die empfohlene Mean Time Between Overhaul liegt bei 2000 Stunden.
Bevor der Motor seine Musterzulassung erhielt, wurde er zunächst über Thunderbolt Engines – Lycomings Tochtergesellschaft für Spezialanfertigungen – vermarktet und war während dieser Zeit nur für nicht musterzugelassene Flugzeuge verfügbar. Der IO-390 erhielt seine Zulassung nach FAR Part 33 am 30. März 2009.
Im Januar 2009 lag der Basispreis für den IO-390-EXP bei 32.650 US-Dollar.
Im November 2009 gab Lycoming bekannt, dass es die ergänzender Musterzulassung der Federal Aviation Administration erhalten habe, um die Lycoming-O-360-Motoren in der Mooney M20E, M20F and M20J gegen neue oder generalüberholte IO-390-A3A6-Motoren auszutauschen. Des Weiteren erhielt Commander Aircraft eine ergänzende Musterzulassung für die Rockwell Commander 112B mit MTV-12-B/188-59b-Propeller.

