Lyse (Biologie)

Die Lyse (über das Französische aus dem gelehrten Griechisch λύσις, „[Auf-]Lösung“; auch ursprünglicher Lysis) beschreibt im Allgemeinen eine Auflösung oder Lösung. Der Begriff wird in der Biologie und Medizin in unterschiedlichen Bedeutungen verwendet.

Lyse von Zellen: Zerfall einer Zelle durch Schädigung oder Auflösung der äußeren Zellmembran (Nekrose oder Apoptose).

Lyse von Flusshindernissen im Körper: Beispielsweise die Auflösung eines verstopfenden Thrombus (Thrombolyse) oder eines Gallensteins (Cholelitholyse)

Die Lyse von Zellen kommt im Prinzip bei allen denkbaren Gewebeschäden mit Zelluntergang vor, ist aber in folgenden Situationen von besonderer Bedeutung:

Im medizinischen Fachjargon steht die Lyse auch als Kurzform für die Thrombolyse, eine meist medikamentöse Therapie gegen Blutgerinnsel, oft notfallmedizinisch bei Verdacht auf einen nur wenige Stunden alten Herzinfarkt oder bei Lungenembolie, auch bei einem frischen gesicherten nicht blutungsbedingten Schlaganfall.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Georg Graf von Westphalen, Dr. Frank Antwerpes: Lyse. In: https://flexikon.doccheck.com. 21. März 2024, abgerufen am 31. März 2025.
  2. ↑ Hubert Hug: Apoptose: die Selbstvernichtung der Zelle als Überlebensschutz. In: Biologie in unserer Zeit. 30. Jahrg. 2000, Nr. 3. WILEY-VCH Verlag GmbH, Weinheim 2000.
  3. ↑ Prof Dr med Hans Joachim von Büdingen: Thrombolyse (Lysetherapie). In: https://schlaganfallbegleitung.de. 3. Januar 2025, abgerufen am 31. März 2025.