Geschichte
Der Fluss- und somit auch der Stadtname Lyswa stammt von den Komi-Wörtern Lys (Fichtenzweig) und Wa (Wasser) ab. Somit existierten erste Menschensiedlungen in der Umgebung der heutigen Stadt noch lange vor ihrer Gründung. Diese erfolgte erst im Jahre 1785 mit dem Bau einer Eisengießerei am Lyswa-Ufer. Nachdem die Gießerei zwei Jahre später ihren Betrieb aufnahm, entwickelte sich der Ort schnell zu einer Arbeitersiedlung. Im 19. Jahrhundert gab es dort bereits Krankenhäuser, Läden und andere öffentliche Einrichtungen.
1902 stieg die Bedeutung der Eisengießerei mit der Verlegung einer Eisenbahnstrecke durch Lyswa. Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde die Fabrik jedoch verstaatlicht, und während des folgenden Bürgerkriegs erheblich beschädigt. Einige Jahre später konnte die Produktion wieder aufgenommen werden. 1926 erhielt Lyswa den Status einer Stadt, und während des Großen Vaterländischen Krieges stellte die Fabrik vor allem Munition für die sowjetische Armee her.
In der Nachkriegszeit entstanden in Lyswa weitere Industriebetriebe. Die Stadt selbst wurde neu bebaut und um einige umliegende Siedlungen erweitert.
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr |
Einwohner |
| 1939 | 51.410 |
| 1959 | 72.989 |
| 1970 | 72.762 |
| 1979 | 74.976 |
| 1989 | 76.614 |
| 2002 | 71.148 |
| 2010 | 65.918 |
Anmerkung: Volkszählungsdaten