Flagge | Wappen |
| Staat | |
| Provinz | |
| Bürgermeister | Frits Naafs (VVD) |
| Sitz der Gemeinde | Doorn |
| Fläche – Land – Wasser |
133,94 km² 132,02 km² 1,92 km² |
| CBS-Code | 1581 |
| Einwohner | 51.104 (1. Jan. 2026) |
| Bevölkerungsdichte | 382 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 52° 3′ N, 5° 27′ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | |
| Vorwahl | 0343 |
| Postleitzahlen | 3941, 3951, 3953, 3956, 3958, 3959, 3971, 3972 |
| Website | heuvelrug.nl |
Utrechtse Heuvelrug () ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Utrecht.
Die am 1. Januar 2006 durch Zusammenlegung der fünf ehemaligen Gemeinden Amerongen, Doorn, Driebergen-Rijsenburg, Leersum und Maarn entstandene Gemeinde hat ihren Namen vom Waldgebiet Utrechtse Heuvelrug (deutsch Utrechter Hügelrücken), dessen Südhälfte die Gemeinde umfasst.
Die Gemeinde kam am 1. Januar 2026 auf 51.104 Einwohner (382 Einwohner/km²). Ihre Gesamtfläche beträgt 133,94 km². Bürgermeister ist Frits Naafs. Der Gemeinderat hat 29 Mitglieder.
Die Gemeinde besteht aus den ehemals selbständigen Orten:
Die Verwaltung hat ihren Sitz in Doorn.
Driebergen-Rijsenburg (auch einfach Driebergen genannt) liegt an der Eisenbahnstrecke und Autobahn Utrecht–Arnheim. Mit dem westlichen Nachbardorf Zeist teilt es sich den Bahnhof Driebergen-Zeist. Auch Maarn hat einen Bahnhof an dieser Schienenverbindung.
Driebergen liegt am Rand des Wald- und Moränengebiets Utrechtse Heuvelrug. Wie in Zeist stehen in Driebergen viele Villen und Landhäuser, die jetzt als Bildungszentren, Altersheime, Sanatorien oder als Bürogebäude genutzt werden. Driebergen hatte eine Akademie für Sozialstudien „De Horst“ (bis 2005), es gibt einige kleine Fabriken, ein Konferenzzentrum nahe der Autobahn und verschiedene Hotels und Pensionen.
Doorn liegt 4 km südöstlich von Driebergen und 3,5 km südlich des an der Autobahn Utrecht–Arnheim gelegenen Maarn. Früher ließen Reiche aus der weiten Umgebung hier Villen oder Landsitze erbauen. Diese dienen jetzt meist als Klinikum (u. a. das Blindeninstitut Bartiméus), Konferenzzentrum, Sanatorium oder Bildungsanstalt. In Doorn steht eine Justizvollzugsanstalt (Schule und Internat) für inhaftierte Jugendliche unter 18 Jahre. Der Dienstleistungssektor ist für die örtliche Wirtschaft am wichtigsten.
Leersum und Amerongen, östlich von Doorn, sind hauptsächlich auf den Tourismus orientiert.
Driebergen hat, südlich der Ortsmitte, einige kleine Lustschlösser aus den Jahren 1400 bis 1800. Rijsenburg war in den Jahren 1818 bis 1931 eine selbständige Gemeinde, deren Kern (mit einer Kirche besonderen Stils) immer noch erkennbar ist. Nach 1931 wuchsen die beiden Dörfer zusammen.
Leersum und Amerongen kannten von etwa 1800 bis 1960 den Anbau von Tabak, viele stattliche Häuser der Tabakbauern und viele Tabakschuppen erinnern daran. Der Tabak wurde in Fabriken im östlichen Nachbarort Veenendaal weiterverarbeitet.
Eine wichtige Sehenswürdigkeit der Gemeinde ist das Schloss Haus Doorn (Huis Doorn), in dem der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II., von 1920 bis zu seinem Tod 1941 im Exil lebte. Im Schlosspark steht ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Mausoleum mit seinem Sarg. Das Schloss ist immer noch so eingerichtet wie am Tage des Todes seines letzten Bewohners, mit nur kleinen Eingriffen, die es zum Museum tauglich machen. Viele seiner Wertgegenstände und Erinnerungsstücke, die er aus Deutschland hatte überbringen lassen, sind im Haus Doorn ausgestellt.

Schloss Amerongen wurde 1286 erstmals erwähnt, 1673 und im Auftrag Ludwigs XIV von französischen Truppen zerstört. Es wurde 1680 wieder neu aufgebaut. Am 28. November 1918 dankte hier Kaiser Wilhelm II. ab und wohnte darin bis 1920. Es war später Rathaus und bis 2002 dem Publikum zur Besichtigung geöffnet.
Das Schloss befindet sich in schlechtem Bauzustand und wird mithilfe von Spendengeldern restauriert. Es ist von Gärten (darunter einer mit seltenen Obstbäumen) umgeben, die im Frühling und Sommer geöffnet sind.
Die Lokalpartei Burger Vertegenwoordiging Heuvelrug erzielte bei der Kommunalwahl im Jahr 2026 ihr bestes Wahlergebnis und konnte sich mit 22,93 Prozent den Wahlsieg sichern. In der Legislaturperiode 2026–2030 ist sie Teil einer großen Koalition aus PRO, D66 und VVD.
Seit der Gemeindegründung im Jahr 2006 wird der Gemeinderat von Utrechtse Heuvelrug folgendermaßen gebildet:
| Partei | Sitze | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2005 | 2010 | 2014 | 2018 | 2022 | 2026 | |
| Burger Vertegenwoordiging Heuvelrug | 1 | 3 | 3 | 4 | 6 | 7 |
| PRO | – | – | – | – | – | 6 |
| D66 | 2 | 4 | 5 | 5 | 4 | 5 |
| VVD | 7 | 7 | 5 | 7 | 5 | 4 |
| CDA | 6 | 5 | 5 | 4 | 4 | 4 |
| SGP | 2 | 2 | 3 | 2 | 2 | 2 |
| PvdD | – | – | – | – | 2 | 2 |
| ChristenUnie | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| OPEN a | – | – | – | 6 | 5 | – |
| GroenLinks a | 4 | 6 | 4 | – | – | – |
| PvdA a | 4 | – | – | – | ||
| SP | 2 | 1 | 3 | – | – | – |
| Heuvelrug Content | 0 | – | – | – | – | – |
| Gesamt | 29 | 29 | 29 | 29 | 29 | 31 |
Doorn kündigte 2009 die seit 1970 bestehende Partnerschaft mit Hanau-Steinheim.