Renswoude

Gemeinde Renswoude
Flagge der Gemeinde Renswoude
Flagge
Wappen der Gemeinde Renswoude
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Utrecht
Bürgermeister Mariëtte Pennarts-Pouw (GroenLinks; kommissarisch)
Sitz der Gemeinde Renswoude
Fläche
 – Land
 – Wasser
18,51 km²
18,39 km²
0,12 km²
CBS-Code 0339
Einwohner 5.905 (1. Jan. 2026)
Bevölkerungsdichte 319 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 4′ N, 5° 32′ OKoordinaten: 52° 4′ N, 5° 32′ O
Bedeutender Verkehrsweg A12 E35 N224
Vorwahl 0318
Postleitzahlen 3927
Website renswoude.nl
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Renswoude (anhörenⓘ/?) ist die kleinste Gemeinde in der niederländischen Provinz Utrecht. Sie hat keine Ortsteile.

Bei Wahlen kann Renswoude oftmals als erste Gemeinde der Niederlande das Stimmergebnis bekanntgeben.

Geschichte

Reformische Kirche

Die Gemeinde Renswoude liegt im östlichen Teil der Provinz Utrecht. Bereits 855 wurde Renswoude als silva Hrenhem („Rhenenser Wald“) urkundlich erwähnt, die Siedlung selbst ist aber erst um 1400 entstanden. Damals bestand Renswoude aus einem befestigten Haus, Borgwal genannt, und einigen verstreut liegenden Gehöften.

1654 erbaute sich Johan van Reede, der Bruder von Godart van Reede, ein Schloss nahe dem vormaligen Borgwal und begründete damit das Entstehen des Dorfes, das zunächst nur aus der lang gestreckten Dorpsstraat („Dorfstraße“) mit beidseitig locker angeordneten Häusern bestand. 1639 ließ van Reede im Dorf eine Kuppelkirche erbauen.

1674 wurde Renswoude eine so genannte „Hooge en vrije heerlijkheid“, ein Gebiet mit eigener unabhängiger Rechtsprechung. Hieraus entstand 1795 die Gemeinde Renswoude.

1849 strebte der Gouverneur der Provinz Utrecht einen Zusammenschluss an, der aber nicht zustande kam. 1969 bestanden Pläne, Renswoude mit Woudenberg und Scherpenzeel zusammenzulegen, was ebenfalls scheiterte. Auch danach gab es immer wieder bis heute erfolglose Pläne, Renswoude den Status einer selbständigen Gemeinde zu entziehen.

Lage

Renswoude liegt in der Gelderse Vallei, einem Tal in Gelderland, das sich von der Veluwe bis zum Utrechtse Heuvelrug erstreckt und das bis zum Jahr 1000 ein nahezu unbewohnbares Ödland mit sumpfigen Mooren und Sandverwehungen war. Auch später war in dem sehr feuchten Gebiet eine Siedlung nur auf Warften möglich. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde das Gebiet um Renswoude hauptsächlich zum Torfabbau genutzt. Mit der Verstärkung des Grebbedeiches und dem Bau des Slaperdeiches im 17. Jahrhundert wurde das Land großflächig urbar.

Politik

Die neu gegründete Lokalpartei Onafhankelijke Partij Renswoude ging bei der Kommunalwahl 2026 als Sieger hervor und konnte 28 Prozent aller Wählerstimmen auf sich vereinen.

Gemeinderat

Kommunalwahl am 18. März 2026
Wahlbeteiligung: 71,25 %
 %
30
20
10
0
28,18
27,75
24,98
9,84
9,25
n. k.
OPR a
DBR c
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  −5
−10
−15
−20
+28,18
+2,19
−4,59
−5,32
−1,73
−18,73
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a 
Onafhankelijke Partij Renswoude
c 
Dorpsbelang Renswoude
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Der Gemeinderat von Renswoude tagt seit 1982 in folgenden Zusammensetzungen:

ParteiSitze
198219861990199419982002200620102014201820222026
Onafhankelijke Partij Renswoude a–––––––––––3
SGP222222333233
RPF–––––––––––
Dorpsbelang Renswoude b222212112233
ChristenUnie––––––––1421
CDA556554443111
VVD a22123333222–
Gesamt111111111111111111111111
Sitzverteilung im Gemeinderat von Renswoude 2026
3
3
1
1
3
3 3 1 1 3 
Insgesamt 11 Sitze
  • OPR: 3
  • DBR: 3
  • CDA: 1
  • CU: 1
  • SGP: 3
Anmerkungen
a 
Die lokale VVD-Fraktion ging zur Kommunalwahl 2026 in die neu gegründete Onafhankelijke Partij Renswoude auf.
b 
Bis einschließlich 2010 kandidierte Dorpsbelang Renswoude unter dem Namen VISIE.

Söhne der Gemeinde

Commons: Renswoude – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Mariëtte Pennarts-Pouw per 20 april waarnemend burgemeester Renswoude. In: provincie-utrecht.nl. Provincie Utrecht, 8. April 2026, abgerufen am 22. April 2026 (niederländisch).
  2. ↑ Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  3. 1 2 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 4. Juni 2026 (niederländisch).