
Macky Kasper (* 17. Februar 1922 als Max Georg Alfred Kasper in Breslau; † 14. April 1968 in Berlin) war ein deutscher Jazztrompeter und Orchesterleiter.
Als professioneller Musiker verwendete Kasper den Spitznamen Macky (selten auch als Mäcki zu finden) als Vorname. Seine Filmauftritte erfolgten unter variiertem Nachnamen als Macky Kaspar, sodass Film-Datenbanken Einträge vornehmlich unter dieser Namensvariante führen.
Kasper begann als Saxophonist, bevor er zur Trompete wechselte. Er spielte zunächst bei Hans Sandberg, bevor er bei Benny de Weille, Heinz Burzynski und Lutz Templin auftrat. 1942 und 1943 gehörte er zum Orchester Hans-Georg Schütz. Nach Rückkehr aus dem Krieg spielte er bei Lubo D’Orio, ab 1946 im Radio Berlin Tanzorchester; 1947 nahm er mit Willi Stankes Orchester auf. Im Jahr 1948 wechselte er zu Werner Müller ins neugegründete RIAS Tanzorchester. Er zeigte „vor allem durch ganzkörperlichen Einsatz“, dass er „hot“ spielte, und erlangte „dadurch große Beliebtheit beim Publikum.“
Später leitete er eigene Bigbands, mit denen er Swing-, Schlager- und Tanzmusik präsentierte und Stars wie Mona Baptiste begleitete. Er nahm unter eigenem Namen für EMI und Ariola (Wir wollen niemals auseinandergehn) auf, aber auch mit Werner Müller (All the Things You Are; Trumpet Boogie), Walter Dobschinski (Hello Mr. Bebop), Kurt Henkels (Nordlicht-Melodie), Lionel Hampton (The Mess Is Here), Kurt Abraham, Omar Lamparter, Kurt Widmann und Marcel Simonet. Nach Jürgen Wölfer galt er zeitweise als der „deutsche Harry James“. Kasper war zudem in Filmen zu sehen, darunter 1954 als Musiker in An jedem Finger zehn.
Der Gitarrist Harry-James Kasper ist sein Sohn.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kasper, Macky |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jazztrompeter und Orchesterleiter |
| GEBURTSDATUM | 17. Februar 1922 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 14. April 1968 |
| STERBEORT | Berlin |