Dieser Artikel behandelt tagesbezogene Nachrichten und Ereignisse im Mai2001.
Tagesgeschehen
Dienstag, 1. Mai 2001
Brühl/Deutschland: Als ein Großfeuer im FreizeitparkPhantasialand die „Grand Canyon Bahn“, die „Gebirgsbahn“ und das „Tanagra Theater“ verwüstet, ziehen sich 70 Personen Verletzungen zu.
Goma/DR Kongo: Auf dem Kiwusee kentert die Fähre MV Musaka. Aufgrund unklarer Passagierzahlen wird die Zahl der Todesopfer auf bis zu 150 Personen geschätzt.
Ahlen/Deutschland: Regenfälle mit bis zu 120 l/m² lassen die Werse über die Ufer treten.
Sāri/Iran: Das Dach des Mottaqi-Stadions kollabiert während der Fußballbegegnung zwischen dem FC Persepolis und dem Shamoushak Noshahr F.C. Bei dem Unglück sterben 15 Menschen und mehr als 100 Personen werden verletzt.
Dinant/Belgien: Der Parlamentarische Staatssekretär Walter Kolbow bittet auf einer Versöhnungsfeier für die im Massaker von Dinant von den deutschen Truppe begangenen Taten um Vergebung.
Die Portugiesischsprachige Wikipedia wird eingerichtet. Im Laufe der Jahre kommen mit mehr als 80% die Mehrzahl der Wikipedia-Bearbeitungen aus Brasilien, gefolgt von etwa 9% der Beiträge aus Portugal.
Ohio/Vereinigte Staaten: Der teilweise mit flüssigen Gefahrgütern beladene Güterzug CSX 8888 rollt in fast zwei Stunden ohne Triebfahrzeugführer vom Stanley Yard bei Toledo bis ins 106km entfernte Kenton, wo sich ein Eisenbahnmitarbeiter an dem Zug festhält, in diesen hineinspringt und ihn stoppen kann.
Elburs/Iran: Eine Jakowlew Jak-40 der iranischen Qeshm Air verunfallt im iranischen Elburs-Gebirge. Keiner der 30 Insassen überlebt den Absturz, darunter der iranische Transportminister Rahman Dadman und sieben weiteren Parlamentariern.
Neapel/Italien: Im Hafenviertel kann Angelo Nuvoletta vom Nuvoletta-Clan der Camorra nach einer intensiven Fahndung festgenommen werden. Er war seit 1995 einer der Meistgesuchten Verbrecher in Italien.
Freitag, 18. Mai 2001
Netanja/Israel: Bei einem Selbstmordanschlag der Hamas auf eine Einkaufszentrum sterben 2 Zivilisten sowie der Angreifer, 31 Personen werden verletzt.
Karlsruhe/Deutschland: Obwohl sich die Rote Armee Fraktion (RAF) 1998 offiziell auflöste, räumt der Generalbundesanwalt ein, dass die terroristische Vereinigung noch aktiv sein könnte. Speichelreste, die 1999 in Duisburg nach einem Überfall auf einen Geldtransporter gesichert wurden, verweisen laut einer Sprecherin der Anwaltschaft auf die RAF-Mitglieder Daniela Klette und Ernst-Volker Staub.
Besançon/Frankreich: Acht Schweizer Studenten können aus der Goumois-Höhle gerettet werden, Hochwasser hatte die Gruppe seit Mittwoch eingeschlossen.
Puerto Princesa/Philippinen: Ein Bell 407 der JAKA Transport Corporation stürzt wegen Antriebsausfall ab. Alle sechs Insassen sind dabei ums Leben gekommen. Die mit der Bergung der Opfer beauftragte Sikorsky S-76 der Philippinischen Luftwaffe gerät in eine Hochspannungsleitung und stürzt ebenfalls ab. Auch hier sterben alle sieben Insassen.
Jakutsk/Russland: Auf der Lena führt Tauwetter und starker Eisgang zu Hochwasser. Mit Hilfe von Bombenabwürfen auf die Eis-Verklausung versucht man diese zu beseitigen.
Iquique/Chile: Bei einer Häftlingsrevolte in einem Gefängnis kommen 26 Insassen ums Leben. Die Häftlinge hatte nach dem Tod eines Insassen aus Protest ihre Matratzen und Decken angezündet. Das Gefängnis war zum Zeitpunkt bei einer Kapazität von 1000 Insassen mit 1700 überbelegt.
Dienstag, 22. Mai 2001
Budapest/Ungarn: Die Innenminister der MEPA-Staaten unterzeichnen die „Gemeinsame Erklärung“, welche die Struktur und die nächsten Schritte beim Aufbau der Mitteleuropäischen Polizeiakademie regelt.
Saint-Omer/Frankreich: Von einem Schwurgericht wird einer der Hauptschuldigen deutschen Hooligans im Fall des französischen Polizisten Daniel Nivel zu fünf Jahren Haft und zehn Jahren Einreiseverbot verurteilt.
Jerusalem/Israel: Beim Einsturz der Versailles-Halle im Stadtteil Talpiot sterben 23 Menschen einer Hochzeitsgesellschaft, weitere 356 Personen werden verletzt.