Mairegen

Mairegen
Studioalbum von Reinhard Mey

Veröffent-
lichung

7. Mai 2010

Aufnahme

15. Februar–31. März 2010

Label(s)

Odeon Records

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Liedermacher

Titel (Anzahl)

14

Länge

1:01:01

Besetzung

siehe Mitwirkende

Produktion

Manfred Leuchter

Studio(s)

  • Downhill Studio, München (Was keiner wagt)
  • Musentempel, Aachen
Chronologie
Danke, liebe gute Fee
(2009)
Mairegen Gib mir Musik!
(2012)

Mairegen ist das 25. deutschsprachige Studioalbum des deutschen Liedermachers Reinhard Mey. Es erschien im Mai 2010 und avancierte zum Charterfolg im deutschsprachigen Raum.

Entstehung und Veröffentlichung

Die Erstveröffentlichung von Mairegen erfolgte am 7. Mai 2010 bei Odeon Records. Das Album erschien in seiner Originalausführung als CD und Download mit 14 Titel (Katalognummer: 6317712).

Mit einer Ausnahme wurden alle Lieder alleine vom Interpreten selbst getextet und komponiert. Das Lied Was keiner wagt (2008) ist eine Coverversion ist Originals von Konstantin Wecker, mit dem er zusammen das Lied neu aufgenommen hat. Den größten Teil der Lieder schrieb Mey in der Zeit, in der sein Sohn im Wachkoma lag. Dieser Schicksalsschlag begründet, warum die Lieder einen sehr persönlichen Bezug haben und nachdenklich stimmen. Für die Produktion aller Lieder zeichnete alleine Manfred Leuchter verantwortlich.

Inhalt

Das Album enthält gefühlvolle und ruhige Lieder, die vom Alltag (Antje und Das erste Mal) und Geschichten aus Meys Kindheit (Gute Seele, Rotten Radish Skiffle Guys und Das Butterbrot) erzählen. Auch kritisiert Mey in Larissas Traum Castingshows wie Deutschland sucht den Superstar.

In den Liedern Drachenblut und Ficus Benjamini singt er über seinen ins Wachkoma gefallenen Sohn Maximilian. In diesem Lied schlägt er einen Bogen zu seinem früheren Werk Du bist ein Riese, Max!, indem er die dort verwendeten Bilder wieder aufgreift. Der Liedermacher schlägt in seinem Lied Spring auf den blanken Stein einen Bogen von eigenen Kindheitserinnerungen zu seinem kranken Sohn. Einige Lieder erzählen auch von Hoffnung, wie die Lieder Mairegen und Gegen den Wind. Für seine Frau Hella verfasste Reinhard Mey das Lied Wir sind eins und das Thema Fliegerei findet im Lied Nachtflug seinen Platz, das er seinem ältesten Sohn Frederik widmete.

Zum Lied Mairegen wurde Mey durch das Gedicht Mairegen macht, daß man größer wird von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben inspiriert.

Titelliste

  1. Antje – 5:08
  2. Das erste Mal – 6:00
  3. Gegen den Wind – 3:47
  4. Gute Seele – 6:01
  5. Ficus Benjamini – 4:51
  6. Nachtflug – 4:10
  7. Drachenblut – 4:09
  8. Mairegen – 3:19
  9. Rotten Radish Skiffle Guys – 3:45
  10. Larissas Traum – 4:53
  11. Spring auf den blanken Stein – 3:46
  12. Das Butterbrot – 4:57
  13. Wir sind eins – 4:10
  14. Was keiner wagt – 2:05 (mit Konstantin Wecker)

Mitwirkende

Rezeption

Rezensionen

Artur Schulz vom deutschsprachigen Online-Magazin laut.de schrieb, „absolute Ausnahme-Tracks“ fänden sich auf Mairegen nicht. Doch seien die Stücke mit seiner „ganz eigenen, unverwechselbaren Hand- und Hörschrift versehen“. Die Redaktion vergab drei von fünf Sternen.

Die Mitteldeutsche Zeitung nannte Mairegen „das vielleicht bewegendste Musikalbum dieses Frühjahrs“, das musikalisch aber „weitgehend auf eher eingefahrenen ‚Mey-Wegen‘“ bliebe.

Preise

Das Album war für den Echo 2011 in der Kategorie National Rock/Pop nominiert.

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Chartplatzierungen
ChartsChartplatzierungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)2 (24 Wo.)24
 Österreich (Ö3)2 (16 Wo.)16
 Schweiz (IFPI)66 (1 Wo.)1
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (2010)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)56

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Deutschland (BVMI) Gold100.000
 Österreich (IFPI) Gold10.000
Insgesamt 2× Gold
110.000

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Begleitheft: Mairegen, Odeon Records, EMI Group, 7. Mai 2010.
  2. 1 2 3 4 5 Reinhard Mey – Mairegen. In: austriancharts.at. Hung Medien, abgerufen am 7. Mai 2026.
  3. ↑ Konstantin Wecker – Zugaben – Live! In: austriancharts.at. Hung Medien, abgerufen am 7. Mai 2026.
  4. 1 2 3 4 www.laut.de: Rezension Mairegen von Artur Schulz
  5. ↑ www.mz-web.de: Rezension Mairegen
  6. ↑ Chartplatzierung in Deutschland. In: Reinhard Mey – Mairegen. Abgerufen am 16. April 2026.
  7. ↑ Reinhard Mey – Mairegen. In: hitparade.ch. Abgerufen am 16. April 2026.
  8. ↑ Jahrescharts 2010 in Deutschland. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 16. April 2026.
  9. ↑ Gold-/Platin-Datenbank. In: musikindustrie.de. Abgerufen am 16. April 2026.
  10. ↑ Gold & Platin. In: ifpi.at. Abgerufen am 16. April 2026.