Maisach

Wappen Deutschlandkarte
Maisach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Maisach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 13′ N, 11° 16′ OKoordinaten: 48° 13′ N, 11° 16′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Höhe: 514 m ü. NHN
Fläche: 53,45 km²
Einwohner: 13.955 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 261 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82216
Vorwahlen: 08141, 08142, 08135
Kfz-Kennzeichen: FFB
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 134
Gemeindegliederung: 24 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 1
82216 Maisach
Website: www.maisach.de
Erster Bürgermeister: Hans Seidl (CSU)
Lage der Gemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck
KarteAmmerseeLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis StarnbergLandkreis MünchenLandkreis Landsberg am LechLandkreis DachauMünchenAdelshofen (Oberbayern)AllingAlthegnenbergEgenhofenEichenauEmmering (Landkreis Fürstenfeldbruck)FürstenfeldbruckGermeringGrafrathGröbenzellHattenhofen (Bayern)JesenwangKottgeiseringLandsberiedMaisachMammendorfMittelstetten (Oberbayern)MoorenweisOberschweinbachOlchingPuchheimSchöngeisingTürkenfeld
Karte
Brauerei Maisach

Maisach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck.

Geographie

Lage

Die Gemeinde liegt am gleichnamigen Fluss Maisach etwa vier Kilometer nördlich von Fürstenfeldbruck bzw. 25 Kilometer westlich von München. Flächenmäßig ist sie die größte Gemeinde des Landkreises.

Gemeindeteile

Die Gemeinde Maisach besteht aus 24 Gemeindeteilen:

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Die erste urkundliche Erwähnung von Maisach stammt aus dem Jahr 806. Auch für die anderen Gemeindeteile bis auf Gernlinden sind Urkunden aus der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts bzw. der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts vorhanden. Der Name Gernlinden wurde erstmals 1436 erwähnt.

Mit dem Gemeindeedikt von 1818 erfolgte die Gemeindebildung.

Gernlinden

Die Siedlung Gernlinden wurde nach dem Ersten Weltkrieg gebaut.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1978 der Hauptteil der aufgelösten Gemeinde Malching eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kamen die Gemeinden Germerswang, Rottbach und Überacker hinzu.

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 10.079 auf 14.179 um 4.100 Einwohner bzw. um 40,7 %. Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf die heutige Gemeindefläche (Stand: 25. Mai 1987).

Bevölkerungsentwicklung
Jahr184019001939195019611970198719911995
Einwohner16002198388659707024777810.00710.86211.204
Jahr20002005201020152019
Einwohner12.08612.65712.89613.60814.533

Politik

Gemeinderat

Rathaus Maisach ⊙

Der Gemeinderat von Maisach hat 24 Mitglieder:

CSUSPDFreie WählerGrüneEinigkeit GernlindenBürgerforum MaisachGesamt
2002106313124 Sitze
2008103632024 Sitze
2014104532024 Sitze
2020103650024 Sitze
2026 10 3 7 4 0 0 24 Sitze

(Stand: Kommunalwahl 2026)

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Hans Seidl (CSU); dieser wurde am 15. März 2020 gegen drei Mitbewerber mit 53,29 % der Stimmen im Amt bestätigt. 2. Bürgermeister ist Alfred Hirsch, 3. Bürgermeisterin Evi Huttenloher. (Stand: Mai 2026)

Wappen

Wappen Gde. Maisach
Wappen Gde. Maisach
Blasonierung: „In Rot drei gebogene silberne Balken, überdeckt mit einem senkrecht gestellten goldenen Schwert.“

Wappenführung seit 1964

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Vitus

Bauwerke

Bodendenkmäler

Musik

Die Mittelalter-Folk-Rock-Band Schandmaul und die Pagan-Metal-Band Equilibrium wurden im Gemeindeteil Gernlinden gegründet.

Sport

Die Schützengesellschaft Bavaria Maisach e. V. wurde von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Im Ort Maisach fand bis 2023 jährlich Ende August bis Anfang September ein Volksfest (Maisacher Festwoche) statt. Es wurde eingestellt, weil die Gemeinde zu viel zuzahlen musste. 2025 fand stattdessen erstmals ein Brauereifest als gemeinsame Veranstaltung von Gemeindeverwaltung und Brauerei statt. Allerdings war das Defizit deutlich höher als erwartet, was erneut zu Diskussionen über die Finanzierung führte.

Im Gemeindeteil Gernlinden findet seit Jahren ein Faschingszug statt. Fußgruppen und Wagen erhalten eine getrennte Bewertung.

Alle zwei Jahre wird ebenfalls in Gernlinden ein Brunnenfest mit Mittelaltermarkt vom Fanfarenzug Gernlinden veranstaltet.

Verkehr

Schienenverkehr

Die Gemeinde wird von der Bahnstrecke München–Augsburg durchquert. Neben dem Bahnhof im Hauptort selbst verfügen auch die Ortsteile Malching und Gernlinden über einen Haltepunkt. Sie werden allesamt von der Linie S 3 der S-Bahn München bedient. Ab Maisach besteht in Richtung München ein 20-Minuten-Takt, welcher in der Hauptverkehrszeit zu einem 10-Minuten-Takt verdichtet wird.

Linie Linienverlauf
S3 Mammendorf – Malching – Maisach – Gernlinden – Esting – Olching – Gröbenzell – Lochhausen – Langwied – Pasing – Laim – Hirschgarten – Donnersbergerbrücke – Hackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof – St.-Martin-Straße – Giesing – Fasangarten – Fasanenpark – Unterhaching – Taufkirchen – Furth – Deisenhofen – Sauerlach – Otterfing – Holzkirchen

Busverkehr

Maisach wird durch mehrere Regionalbuslinien des MVV erschlossen.

Linie Linienverlauf Verkehrsunternehmen
870Waltenhofen – Egenhofen – Rottbach – Überacker – MaisachRVO und Geldhauser
871Maisach – Aufkirchen – Egenhofen – Pfaffenhofen an der GlonnRVO und Geldhauser
872Ortsverkehr MaisachRVO und Geldhauser
873Fürstenfeldbruck – MaisachDemmelmair
874Maisach – Malching – Egenhofen, DirlesriedRVO und Geldhauser
8700Ruftaxi Fürstenfeldbruck / Maisach / Egenhofen / Pfaffenhofen an der GlonnGeldhauser

Straßen- und Flugverkehr

Nördlich der Gemeinde verläuft die Autobahn A8. Außerdem befindet sich der Flugplatz Fürstenfeldbruck größtenteils auf Maisacher Gemeindegebiet.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Maisach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Gemeinde Maisach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. August 2017.
  3. ↑ Gemeinde Maisach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 13. Dezember 2021.
  4. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 576 und 577 (und 577 Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  5. ↑ Bevölkerungstand in der Gemeinde Maisach im Dezember 2019. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. November 2022; abgerufen am 19. Februar 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. ↑ Wappen von Maisach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. ↑ Schützengesellschaft Bavaria Maisach. Abgerufen am 3. Juli 2024.
  8. ↑ Helga Zagermann: Erstes Brauereifest: Defizit deutlich größer als erwartet. In: www.merkur.de. 3. Dezember 2025, abgerufen am 3. Dezember 2025.