Manfred Funke (* 23. Juni 1939 in Recklinghausen; † 20. September 2010 in Datteln) war ein deutscher Politikwissenschaftler und Zeithistoriker.
Funke studierte Geschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen, der Universität zu Köln und der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Er wurde 1969 bei Max Braubach an der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit der geschichtswissenschaftlichen Dissertation Sanktionen und Kanonen. Hitler, Mussolini und der internationale Abessinienkonflikt 1934–36 zum Dr. phil. promoviert.
Danach lehrte er als wissenschaftlicher Assistent, Studienrat und Studiendirektor im Hochschuldienst tätig. Er habilitierte sich 1988 bei Karl Dietrich Bracher in Politischer Wissenschaft und war ab 1993 außerplanmäßiger Professor für Politische Wissenschaft an der Universität Bonn. 35 Jahre lang lehrte und forschte er am Seminar für Politische Wissenschaft, bis er im Jahre 2004 in den Ruhestand ging. Von 1991 bis 1992 war er Gastprofessor an der Universität Leipzig. Zu seinen akademischen Schülern gehörte u. a. Kinan Jaeger; auch Volker Kronenberg hörte bei ihm.
Funke hat sich auf dem Gebiet der Extremismusforschung verdient gemacht. Er forschte zudem zur Demokratie und zum Nationalsozialismus bzw. Totalitarismus. Funke war Autor zahlreicher Fachaufsätze und Herausgeber mehrerer Bücher. Er trug ab 1970 als Redaktionsleiter die Verantwortung für die Bonner Schriften zur Politik und Zeitgeschichte.
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| NAME | Funke, Manfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politikwissenschaftler und Zeithistoriker |
| GEBURTSDATUM | 23. Juni 1939 |
| GEBURTSORT | Recklinghausen |
| STERBEDATUM | 20. September 2010 |
| STERBEORT | Datteln |