
Manuel Cuadra (geb. 1952 in Lima, Peru) ist ein peruanischer Architekt und emeritierter Architekturhistoriker. Er war Professor für Architekturgeschichte/Geschichte der gebauten Umwelt an der Universität Kassel. Der Schwerpunkt seiner Lehrtätigkeit lag in der integrierten Betrachtung von Architektur, Stadt und Landschaft von den Anfängen der Siedlungsgeschichte bis zur Gegenwart.
Nach dem Studium der Architektur in Lima (1970–1976) promovierte Manuel Cuadra an der TU Darmstadt (1980–1984, 1988) zur Thematik Architektur in Lateinamerika. Die Andenstaaten im 19. und 20. Jahrhundert. Von 1986 bis 1990 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Fachgebiet für Entwerfen und Baugestaltung unter der Leitung von Günter Behnisch am Fachbereich Architektur der TU Darmstadt tätig.
Es folgten Lehraufträge am Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg (1987–1995), an der Facultad de Arquitectura der Universidad de Belgrano in Buenos Aires (1988) und an der Universidad de Talca in Chile sowie eine Gastprofessur für Geschichte und Theorie der Architektur an der Städelschule Frankfurt (1995–1997). Infolge einer Vertretungsprofessur (2003–2004) an der Universität Kassel für Architekturgeschichte und Entwerfen am Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung, erhielt er 2005 die ordentliche Professur für das Fachgebiet Architekturgeschichte / Geschichte der gebauten Umwelt.
Neben der Lehre der Geschichte von Architektur, Stadt und Kulturlandschaft steht im Mittelpunkt seiner Forschungstätigkeit insbesondere der regionale Schwerpunkt Lateinamerika.
Aufgrund seiner freien Tätigkeit als Autor und Kurator wurde Manuel Cuadra zum a.o. Mitglied des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und zum ordentlichen Mitglied des International Committee of Architectural Critics (CICA) berufen, dem er seit 2005 als Mitglied des Direktoriums und seit 2008 als Generalsekretär dient. 2011 erhielt er die Ehrendoktorwürde der peruanischen Universidad Nacional de Ingeniería.
Von 2015 bis 2019 leitete er das DFG-Projekt „Träume und Räume einer Revolution/Architektur in Kuba 1959–2018: Historische und theoretische Hintergründe/Periodisierung/Referenzobjekte“ Neben seinen Forschungsaktivitäten in Lateinamerika pflegt Cuadra internationale Beziehungen u. a. nach China. Er ist seit 1997 Mitglied in diversen Preisgerichten.
Konzeption und Redaktion von Ausstellungen, Büchern, Katalogen und Aufsätzen, unter anderem für
Auslober: Artists United for Nature; Hebel Stiftung; Ministerium für Raumordnung, Städtebau und Wohnungswesen des Landes Sachsen-Anhalt. Für Bitterfeld Braunkohlebrachen: Probleme / Chancen / Visionen (1993).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Cuadra, Manuel |
| KURZBESCHREIBUNG | peruanischer Architekt und Architekturhistoriker |
| GEBURTSDATUM | 1952 |
| GEBURTSORT | Lima, Peru |