Maren Hassinger, geb. Maren Louise Jenkins (* 16. Juni 1947 in Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Bildhauerin, Installations-, Video- und Performancekünstlerin, Grafikerin sowie Kunsterzieherin.
Maren Louise Jenkins wurde 1947 in Los Angeles geboren. Sie studierte bis 1969 am Bennington College in Bennington, Vermont, unter anderem bei Michael Cullen Todd und Isaac Witkin. Anschließend setzte sie ihr Studium bis 1973 an der University of California in Los Angeles fort, wo sie bei Bernard Kester arbeitete. 1969 war sie Assistentin im Atelier des Bildhauers Sidney Simon in New York. 1970 heiratete sie den Schriftsteller Peter William Hassinger.
Ab den frühen 1970er Jahren war Maren Hassinger umfangreich in der Kunstausbildung tätig. Sie lehrte unter anderem an der California State University in Long Beach und Los Angeles, am Barnsdall Junior Art Center, am Los Angeles County Museum of Art, am Otis Art Institute of Parsons School of Design, an den Pasadena Art Workshops, an der Parsons School of Design in New York, an der School of Visual Arts, an der Long Island University in Southampton sowie an der State University of New York in Stony Brook. In den 1970er Jahren war Hassinger außerdem Mitglied des Künstlerkollektivs Studio Z in Los Angeles, dem unter anderem auch Senga Nengudi, David Hammons und Ulysses Jenkins angehörten. Seit 1997 ist sie Direktorin der Rinehart Graduate School of Sculpture am Maryland Institute College of Art in Baltimore. Maren Hassinger lebt in Baltimore, Maryland.
Maren Hassinger arbeitet vorwiegend im Bereich der skulpturalen Installation. Charakteristisch für ihre Werke sind organisch anmutende Formen, die häufig aus Drahtseilen gefertigt und mit Materialien wie Beton, Holz, Kunststoffobjekten oder Papier kombiniert werden. Oft greifen ihre Arbeiten Naturformen wie entlaubte Äste oder Zweige auf und thematisieren das Spannungsverhältnis zwischen einer vom Menschen geschaffenen, hochtechnisierten Umwelt und der Gefährdung natürlicher Lebensgrundlagen. Zu ihren bekannten frühen Arbeiten zählen Walking aus dem Jahr 1978 und Notes from the Wind (Desert on Fire) aus dem Jahr 1984.
Seit Ende der 1970er Jahre hat Maren Hassinger zahlreiche temporäre und permanente Arbeiten im öffentlichen Raum realisiert, die oft landschafts- oder architekturbezogen sind. Beispiele hierfür sind Trees No. 2 aus dem Jahr 1979 an der Ausfahrt Mulholland Drive des San Diego Freeways in Los Angeles, Forest aus dem Jahr 1980 in Battery Park City in New York sowie Golden Door, Golden Floor aus dem Jahr 2000 im Evergreen House in Baltimore.
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Werks ist die Auseinandersetzung mit afroamerikanischer Identität sowie der Geschichte und Kultur der schwarzen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten. Dazu gehören Arbeiten wie Message from Malcolm, ein zwischen 1996 und 2009 entstandenes Glasmosaik mit Textzitaten in der New Yorker U-Bahn-Station 110th Street/Central Park North, sowie Legacy aus dem Jahr 2006, eine Videoprojektion mit musikalischen Sequenzen von Gospel bis Hip-Hop. Neben Skulpturen und Installationen schuf Maren Hassinger auch Druckgrafik, Filme und Videoarbeiten sowie Performances, die teilweise im Kontext ihrer Installationen aufgeführt wurden. Zu den Performances zählen unter anderem Stilwende aus dem Jahr 1981 und Africa aus dem Jahr 2009.
Formal wird ihr Werk häufig in die Tradition der plastischen Arbeiten von Künstlerinnen wie Alice Adams und Eva Hesse eingeordnet. Ihre Arbeiten befinden sich unter anderem in Sammlungen universitärer Kunstmuseen, des California African American Museum, des Studio Museum in Harlem, des Portland Museum of Art, der Seattle Transit Authority sowie des Greater Pittsburgh International Airport.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hassinger, Maren |
| ALTERNATIVNAMEN | Jenkins, Maren Louise (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Bildhauerin, Installations-, Video- und Performancekünstlerin, Grafikerin, Kunsterzieherin |
| GEBURTSDATUM | 16. Juni 1947 |
| GEBURTSORT | Los Angeles |