Margarete Schall

Margarete Schall (* 2. Juli 1896 in Gelsenkirchen; † 7. Juni 1939 in Düsseldorf) war eine deutsche Künstlerin und Lehrerin.

Leben

Maria Margarete Schall wurde 1896 als Tochter einer Kaufmannsfamile geboren. Im Jahre 1913 erhält sie ihr Reifezeugnis in Düsseldorf und absolvierte anschließend eine Ausbildung zur Zeichenlehrerin, gefolgt von einer Ausbildung zur Turnlehrerin. Nach einer Zeit als Vertretungslehrerin erhielt sie 1920 eine Festanstellung an der Viktoriaschule in Essen und wurde 1926 zur Studienrätin ernannt. Sie unterrichtete, bis sie im Jahr 1939 im jungen Alter von 43 Jahren an den Komplikationen einer Blinddarmoperation starb.

Künstlerische Ausbildung

Neben ihrem bürgerlichen Leben machte Margarete Schall als Künstlerin Karriere, dafür nahm sie wiederholt Studienurlaube von ihrer Anstellung als Studienrätin. 1913/14 besuchte sie die private Kunstschule von Lothar von Kunowski in Düsseldorf. Schon 1920 wurde sie von der Malerin Else Lohmann während ihrer Berliner Jahre 1920 porträtiert. Anschliessend bewarb sie sich 1921 am Staatlichen Bauhaus in Weimar, trat das Studium allerdings nicht an. Im Jahr 1922 besuchte sie in Dresden die Kunstschule von Johannes Walter-Kurau. Im Jahr 1924 lernte sie in Berlin die Fotografin Florence Henri kennen. Sie wurde ihre Partnerin und zeitweise hatten sie ein gemeinsames Atelier in Paris. Für Henri arbeitete Schall auch als Fotomodell. Von 1927 bis 1928 verbrachte Schall während eines zwölfmonatigen Studienurlaubs am Bauhaus in Dessau. Dort lernte sie unter anderem Künstler wie Wassily Kandinsky, Paul Klee, Josef Albers und László Moholgy-Nagy kennen.

Wirken und Werk

Schalls Frühwerk bis in die 1920 Jahre stand unter dem Einfluss des Fauvismus, während sie sich später dem Bauhausstil zuwendete.

Margarete Schall war in den Jahren zwischen 1919 und 1933 an Ausstellungen des Jungen Rheinland, der Rheingruppe und der Rheinischen Sezession beteiligt. Im Jahr 1931 nahm sie an der Künstlerbund-Ausstellung in Essen teil. Ihre Werke waren stark geprägt durch ihre zahlreichen Reisen, die sie zwischen 1924 und 1935 in Europa unternahm.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Margarete Schall. Abgerufen am 2. November 2026 (deutsch).
  2. 1 2 Vergessene Bauhausfrauen: Margarete Schall – „Die Schule verliert eine ihrer wertvollsten Lehrkräfte“. Abgerufen am 2. November 2026.
  3. 1 2 3 Galerie Himmel: Ausstellung „Margarete Schall – Zwischen Fauves und Bauhaus“. Abgerufen am 2. November 2026.
  4. ↑ KÜNSTLERINNEN IM DIALOG 4 - Das Verborgene Museum. Abgerufen am 2. November 2026.
  5. ↑ Pitt Kreuzberg. Abgerufen am 2. November 2026.
  6. ↑ Maria Margarete Schall. In: Gelsenkirchner Geschichten Wiki. Abgerufen am 2. November 2026.