Margarethe Kraus

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Margarethe Kraus, auch Margarete oder Margareta, (* 16. Dezember 1928; † 20. Dezember 2005) war eine Romni und Überlebende des Holocaust.

Über das Leben von Kraus ist wenig bekannt. Sie lebte in der Tschechoslowakei. Im Jahr 1943 wurde sie mit ihrer Familie nach Auschwitz deportiert und im sogenannten „Zigeunerlager Auschwitz“ festgehalten. Während ihrer Internierung dort wurde Kraus für medizinische Experimente missbraucht. Ihre Eltern wurden in Auschwitz ermordet, während sie zur Zwangsarbeit nach Ravensbrück deportiert wurde.

1966 wurde Kraus vom Journalisten Reimar Gilsenbach, der sich für die Anerkennung der Sinti und Roma als Verfolgte des Naziregimes einsetzte, in der DDR fotografiert.

Die Lebensgeschichte von Kraus war 2019 Teil der Ausstellung Forgotten Victims: The Nazi Genocide of the Roma and Sinti in der Wiener Holocaust Library in London. Die Ausstellung widmete sich der nationalsozialistischen Verfolgung der Gemeinschaft der Roma und Sinti sowie dem Völkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Rachael Bunyan: The Persecution of the Roma Is Often Left Out of the Holocaust Story. Victims’ Families Are Fighting to Change That. In: Time. 12. Dezember 2023, abgerufen am 28. Oktober 2026 (englisch).
  2. ↑ Richard Moss: The Wiener Holocaust Library tells the tragic story of the Roma and Sinti Holocaust. In: Museum Crush. 31. Oktober 2019, abgerufen am 5. April 2021 (britisches Englisch).
  3. ↑ Nico Hines: Forgotten Genocide: How a Quarter of Europe's Roma Were Murdered by the Nazis, then Erased From History In: The Daily Beast, 17. November 2019. Abgerufen am 5. April 2021 (englisch). 
  4. ↑ The Wiener Holocaust Library's new exhibition: 'Forgotten Victims: The Nazi Genocide of the Roma & Sinti'. In: OHRH. 11. Oktober 2019, abgerufen am 5. April 2021 (englisch).