| Marktgemeinde Maria Taferl | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Melk | |
| Kfz-Kennzeichen: | ME | |
| Fläche: | 12,17 km² | |
| Koordinaten: | 48° 14′ N, 15° 10′ O | |
| Höhe: | 443 m ü. A. | |
| Einwohner: | 947 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 78 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 3672 | |
| Vorwahl: | 07413 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 15 23 | |
| NUTS-Region | AT121 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Maria Taferl 35 3672 Maria Taferl | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Martin Leopoldinger (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (15 Mitglieder) |
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| Lage von Maria Taferl im Bezirk Melk | ||
Ortsansicht von Maria Taferl mit der Wallfahrtskirche | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Maria Taferl ist eine österreichische Marktgemeinde mit 947 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Melk in Niederösterreich.
Die Gemeinde entwickelte sich ab dem 17. Jahrhundert und ist mittlerweile (Stand Spätsommer 2025) der bedeutendste Wallfahrtsort Niederösterreichs und nach Mariazell der bedeutendste Wallfahrtsort Österreichs.
Maria Taferl liegt im Nibelungengau in Niederösterreich auf einer Anhöhe über der Donau. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 12,19 Quadratkilometer. 47,48 Prozent der Fläche sind bewaldet. Während der Markt Maria Taferl auf dem Taferlberg liegt, befinden sich die übrigen Ortsteile im umliegenden hügeligen Gebiet. Vor allem die Wallfahrtskirche ist weithin von Süden sichtbar.
Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Maria Taferl, Obererla, Oberthalheim, Reitern, Untererla, Unterthalheim und Wimm.
Der älteste Fund im Raum Maria Taferl ist eine Lochaxt aus Serpentin, die aus der Jungsteinzeit (ab ca. 5.400 v. Chr.) stammt und 1932 bei der Basilika gefunden wurde. Die erste menschliche Besiedlung ist datiert in die Mittlere Bronzezeit (1.600-1.300/1.200 v. Chr.). Im Jahr 1979 wurde unter einem kleinen Wäldchen im Dorf Wimm ein Hügelgräberfriedhof nachgewiesen. Dabei konnten zehn Hügel geöffnet und zahlreiche Funde sichergestellt werden. Aus der Späteren Bronzezeit oder Urnenfelderkultur (1.300/1.200–800 v. Chr.) wurden eine Tonscherbe und ein Bronzearmring im Dorf Wimm gefunden. Besonders interessant erscheint das Randbruchstück eines Graphittontopfes mit keulenförmig verdicktem Rand aus der Jüngeren Eisenzeit oder La-Tène-Kultur (400-15 v. Chr.). Letzterer datiert in jene Zeit, als die Kelten im Dorf Wimm wohnten. Der zeitlich nächste Fund im Gemeindegebiet von Maria Taferl ist ein großer Hügelgräberfriedhof im Dorf Wimm aus der Awarenzeit (ca. 730–800 n. Chr.). In einem Wald wurden in den Jahren 1964 bis 1978 insgesamt 55 Grabbauten festgestellt. In all den Jahren konnten rund 230 Fundstücke sichergestellt werden. Sie wurden konserviert bzw. restauriert und befinden sich seither in den Landessammlungen Niederösterreich, Sammlungsbereich Urgeschichte und Historische Archäologie, in Aspang an der Zaya. Nach Auswertung aller Fundgegenstände dürfte es sich um einen frühmittelalterlichen slawischen Hügelgräberfriedhof handeln, der von nur zwei, maximal drei Generationen belegt worden war. Im Zeitalter der Völkerwanderung zogen im Gefolge des Reitervolkes der Awaren verschiedene Slawenstämme mit, die Bauern waren und sesshaft wurden.
Im späteren Gemeindegebiet von Maria Taferl hat es nie einen niedrigen oder hohen Adelssitz gegeben. Anfangs wurden die Häuser der Bauern (Holden) in den Dörfern unter mehreren Grundherrschaften aufgeteilt. Gegen Ende des Herrschaftssystems (vor 1848) waren die Dörfer vorrangig folgenden Herrschaften zugeteilt:
Die späteren Katastralgemeinden wurden erstmals in diversen Urkunden, Schreiben, Gerichtsprotokollen etc. erwähnt:
1660 wurde die erste heilige Messe neben der Eiche gefeiert.
Eine heute noch auf dem Kirchenplatz aufgestellte Steinplatte (siehe Bild), wird gerne als Opferstein keltischen Ursprungs bezeichnet. Die Interpretation dieser Art entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Grundlage, kann aber auch nicht völlig ausgeschlossen werden.
Das Gebiet um Maria Taferl gehörte im Mittelalter zum Gebiet von Ostarrichi zur Zeit der Babenberger und später zum Gebiet der Habsburger.
Im Jahr 1850 wurde die Gemeinde Maria Taferl gegründet, die Markterhebung erfolgte im Jahr 1928.
| Maria Taferl: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 642 | |||
| 1880 | 644 | |||
| 1890 | 670 | |||
| 1900 | 746 | |||
| 1910 | 749 | |||
| 1923 | 775 | |||
| 1934 | 843 | |||
| 1939 | 826 | |||
| 1951 | 745 | |||
| 1961 | 726 | |||
| 1971 | 787 | |||
| 1981 | 802 | |||
| 1991 | 811 | |||
| 2001 | 872 | |||
| 2011 | 853 | |||
| 2021 | 938 | |||
| 2026 | 947 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1. Jänner 2021 | ||||
2026 lebten bereits schon 947 Menschen in Maria Taferl.


46 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001, 59 Land- und forstwirtschaftliche Betriebe waren laut Erhebung 1999 vorhanden. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 410. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,62 Prozent. Neben der Landwirtschaft spielt auch der Tourismus eine bedeutende Rolle, so wurde im Jahr 2002 ein Golfplatz errichtet.
In Maria Taferl befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.
Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.
Der Gemeinde wurde 1981 folgendes Wappen verliehen: In einem blauen Schild zwei aus dem Schildesfuß emporwachsende sich kreuzende belaubte silberne Eichenäste, über denen eine goldene Kirche mit zwei Türmen mit schwarzer Bedachung schwebt.