Maria Luise Teubner

Maria Luise Teubner (* 3. November 1951 in Ratingen, Kreis Düsseldorf-Mettmann) ist eine deutsche Politikerin der Grünen und Oberstudienrätin a. D. Von 1987 bis 1990 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages der 11. Wahlperiode.

Leben

Nach ihrem Abitur 1970 am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Ratingen studierte Maria Luise Teubner von 1970 bis 1975 Soziologie, Philosophie, Germanistik und Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 1975 schloss sie das Staatsexamen in Deutsch und Geschichte ab. Von 1976 bis 1977 durchlief sie eine Referendarausbildung an den Kaufmännischen Schulen in Lahr. Dort fand sie 1977 Anstellung. Mit Ausnahme ihrer Zeit als Bundestagsabgeordnete unterrichtete sie am integrierten beruflichen Gymnasium der Kaufmännischen Schulen Lahr die Fächer Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde. 2013 wurde sie als Oberstudienrätin für 40 Jahre im Schuldienst geehrt.

In Lahr schloss sich Teubner dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) an. Nach biografischen Angaben aus der Zeit ihrer Bundestagsmitgliedschaft war sie außerdem Mitglied der Gesellschaft für bedrohte Völker e. V. (GfbV) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Sie lebte später in Friesenheim (Baden).

Politische Karriere

Im April 1984 wurde Maria Luise Teubner Mitglied der Partei Die Grünen. Im selben Jahr ließ sie sich für den Lahrer Gemeinderat aufstellen. Nach der Wahl war sie von Dezember 1984 bis 1987 Gemeinderatsmitglied und Fraktionssprecherin ihrer Partei.

Bei der Bundestagswahl am 25. Januar 1987 wurde sie über die Landesliste Baden-Württemberg in den Deutschen Bundestag gewählt. Mit der Eröffnungssitzung des 11. Deutschen Bundestages am 18. Februar 1987 ließ sie ihr Amt im Gemeinderat ruhen.

Im Bundestag gehörte Teubner dem Ausschuss für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie dem Verkehrsausschuss an. Als Bundestagsabgeordnete engagierte sie sich von der Verkehrs- über die Gesundheits- bis zur Wirtschaftspolitik in einem breiten Themenspektrum. Zu den von ihr aufgegriffenen regionalen Themen gehörte 1989 eine Kleine Anfrage zum Munitionslager im Wassermer Wald im Landkreis Emmendingen.

Ab 15. Januar 1990 war sie stellvertretende parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion der Grünen. Ihr Mandat endete am 20. Dezember 1990.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Erinnerung an die Nazi-Gräuel sind ihr wichtig. In: Badische Zeitung, 20. März 2013, abgerufen am 4. Mai 2026.
  2. 1 2 Maria Luise Teubner. In: Das Parlament, Nr. 44 bis 45/2021, 1. November 2021, S. 12.
  3. ↑ Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Frau Teubner und der Fraktion DIE GRÜNEN. Munitionslager im Wassermer Wald (Landkreis Emmendingen). Deutscher Bundestag, Drucksache 11/5310, 4. Oktober 1989.
Personendaten
NAME Teubner, Maria Luise
ALTERNATIVNAMEN Teubner, Luise
KURZBESCHREIBUNG deutsche Politikerin (Grüne), MdB
GEBURTSDATUM 3. November 1951
GEBURTSORT Ratingen