Maria Schockel-Rostowskaja (geb. Rostowskaja; * 1914 in Druschkowa; † nach 1974) war eine aus der Ukraine stammende Bildhauerin in der DDR.
Schon als Kind beschäftigte sich Maria Rostowskaja, angeregt von ihrer Großmutter, mit Malen und Formen. Als Kunstprofessoren aus Kiew in Marias Wohnort kamen, um junge Menschen für einen Kunstzirkel zu gewinnen, entschied sich ihre berufliche Zukunft. Sie arbeitete in dem Zirkel mit und studierte dann in Kiew und Moskau Bildhauerei. Ihre Lehrer waren vor allem Eleonora Abramowna Bloch und Leonid Wladimirowitsch Sherwood, beide Schüler Auguste Rodins. Maria Rostowskaja lernte bei ihnen im Rodinschen Sinn Sehen, Malen und Modellieren.
Nachdem Deutschland die Sowjetunion überfallen hatte, musste sie das Studium kurz vor dem Abschluss abbrechen. Als deutsche Truppen Druschkowa besetzt hatten, sollte sie mit ihren Geschwistern zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert werden. Sie konnten den Transport jedoch unter heute unbekannten Umständen mit Hilfe eines Deutschen, den Maria Rostowskaja später als Antifaschisten bezeichnete und den sie dann heiratete, verlassen. Gemeinsam gelangten sie über tschechisches Gebiet bei Kriegsende nach Deutschland.
1947 gingen sie zurück in die Sowjetunion, wo sie als Bildhauerin Arbeiten auf Großbaustellen schuf. 1956 zog sie mit ihrem Mann endgültig in die DDR nach Berlin, wo sie in Buch als freischaffende Bildhauerin arbeitete und ein kleines Atelier hatte. 1959 wurde sie in Buch Mitglied der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Frohe Zukunft. In Buch leitete sie ab etwa 1964 neben ihrer künstlerischen Arbeit einen künstlerischen Zirkel, dem auch Mitarbeiter der Bucher Kliniken und der dortigen wissenschaftlichen Akademieinstitute angehörten.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schockel-Rostowskaja, Maria |
| ALTERNATIVNAMEN | Rostowskaja (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | ukrainisch-deutsche Bildhauerin |
| GEBURTSDATUM | 1914 |
| GEBURTSORT | Druschkowa |
| STERBEDATUM | nach 1974 |