
Marie de Montauban († Mai 1477 oder Mai 1497), Dame de Montauban, de Landal (in Broualan), Romilly et de Marigny, war eine adlige bretonische Giftmörderin, die ihren ersten Ehemann vergiftete, und von ihrem zweiten Ehemann nach einem gescheiterten Mordversuch weggesperrt wurde.
Marie de Montauban war die Tochter und Erbin von Jean de Montauban, Admiral von Frankreich, Marschall der Bretagne, und Anne de Kérandrais, Dame de La Rigaudière. Am 24. April 1443 heiratete sie per Ehevertrag Louis I. de Rohan, Fürstentum Guéméné, der am 15. Dezember 1457, von seiner Frau vergiftet, starb. Die Vormundschaft über ihre drei Kinder wurde ihr aber aufgrund des Testaments ihres Ehemanns entzogen, die dieser dem Sire du Pont et de Rostrenen übertrug. Marie versuchte, das Testament bezüglich der Vormundschaft anzufechten, als Familienoberhaupt behielt Alain IX. de Rohan die Kinder aber im Château de Blain zurück, bis der Herzog von Bretagne sie zu sich an den Hof in Nantes holte. Marie de Montauban gelang es aber, sich der bretonischen Justiz zu entziehen.
Ihre Kinder aus dieser Ehe sind:
Am 8. November 1464 heiratete sie in zweiter Ehe Georges II. de La Trémoille († 1481), genannt Sire de Craon, Comte de Ligny, Baron de Craon etc., Sohn von Georges de La Trémoille und Catherine de l’Isle-Bouchard. Als er 1471 von neuerlichen Verbrechen erfuhr, trennte er sich von ihr. Die Ehe blieb kinderlos.
Am 14. August 1471 wurde Marie de Montauban dazu verurteilt, wegen des Versuchs, ihren Ehemann zu vergiften und zu verhexen, „an einem sicheren Ort eingesperrt und eingemauert“ zu werden. Ihr Geliebter Ambroise Rochelle, der den Mordversuch gegen ein Eheversprechen mit geplant hatte, wurde nach einem Geständnis in Tours von Gericht gestellt und enthauptet.
Zu Marie de Montaubans Tod gibt es unterschiedliche Darstellungen:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Montauban, Marie de |
| KURZBESCHREIBUNG | französische Adlige und Mörderin |
| GEBURTSDATUM | 14. Jahrhundert oder 15. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | unsicher: Mai 1477 oder Mai 1497 |