Marinebasis Gremicha

Pin der Gremicha-Marinebasis
Soldaten in der Gremicha-Marinebasis, 1978

Die Marinebasis Gremicha, auch bekannt als Murmansk-140 und Iokanga, ist eine ehemalige Marinebasis auf der Halbinsel Kola in Russland für die Nordflotte. Die Basis wurde 1941 gegründet.

Anfangs wurden dort Minenjäger stationiert, anschließend auch dieselgetriebene U-Boote. Ab 1968 wurden Atom-U-Boote des Projekts 658 dort stationiert. In den 1970er Jahren wurden weitere Atom-U-Boote des Projekts 667A dort stationiert. Es wurde ein Trockendock gebaut, aber auch Ausrüstung, um den Kernreaktor der U-Boote wieder zu bestücken, ist in der Basis vorhanden. Germicha war die einzige Basis der Nordflotte, um flüssigmetallgekühlte Reaktoren wieder zu bestücken. Zudem sind dort U-Boot-Bunker vorhanden.

In den 1990er Jahren wurde die Anzahl der U-Boote reduziert. 1996 waren wenige U-Boote noch in Verwendung und 15 U-Boote, die nicht mehr in Verwendung waren, auf der Marinebasis stationiert. Von den 15 U-Booten waren vier U-Boote des Projekts 627A und ein U-Boot des Projekts 658 sowie acht U-Boote des Projekts 671. Im Jahr 2000 wurde die Marinebasis vom Verteidigungsministerium der Russischen Föderation zum Ministerium für Atomenergie übertragen.

Im Jahr 2003 waren folgende U-Boote dort angelegt: K-3, K-21, K-60 und K-159 des Projekts 627A, K-54 des Projekts 658, B-53, B-306, B-323, B-369, B-513, B-517, B-398, B-438, B-367, B-387, B-370 des Projekt 671. Bis 2006 wurden alle U-Boote mit Hilfe von niederländischen und norwegischen Partnern von der Marinebasis weg transportiert.

Auf dem Gelände befinden sich mehrere Lager für feste und flüssige nukleare Abfallstoffe. Eines dieser Lager verlor 1984 Wasser, weil ein Riss im Stahl das Lager beschädigt hatte. Auch das Trockendock ist beschädigt und konnte in den 1990er Jahren nicht genutzt werden. Es gab Anstrengungen, das Trockendock zu reparieren, aber wegen Trunkenheit der Arbeiter wurde das Vorhaben nicht umgesetzt. Die letzten Abfallstoffe beziehungsweise die letzten Reaktoren wurden Ende 2024 aus der Basis entfernt.

Zur Marinebasis gehören die Siedlungen Jagernaja und Ostrownoi, die Offiziere beherbergten.

Commons: Gremikha Naval Base – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 К-27 "Жидкий Металл". In: world.lib.ru. Abgerufen am 23. August 2026 (russisch).
  2. 1 2 3 Thomas Nielsen, Igor Kudrick, Alexander Nikitin: 4.8 Гремиха (Иоканьга). In: www.bellona.ru. 15. August 1995, archiviert vom Original; abgerufen am 23. August 2026 (russisch).
  3. 1 2 3 4 5 Thomas Nielsen, Igor Kudrick, Alexander Nikitin: The Russian Northern Fleet: Sources of Radioactive contamination. In: The Bellona Foundation (Hrsg.): Bellona Report. Band 2, 1996, ISBN 82-993138-5-6, ISSN 0806-3451, S. 106–109 (bellona.org).
  4. 1 2 Last used nuclear fuel removed from Gremikha naval base. In: world-nuclear-news.org. 16. Dezember 2024, abgerufen am 23. August 2026 (englisch).
  5. ↑ Gremikha Naval Base. In: bellona.org. The Bellona Foundation, 6. Februar 2003, abgerufen am 23. August 2026 (englisch).
  6. ↑ Charles Digges: Dutch firm Dockwise delivers last of its subs from Gremikha. In: bellona.org. Bellona Fondation, 6. September 2006, abgerufen am 23. August 2026 (englisch).

Koordinaten: 68° 4′ 24″ N, 39° 28′ 21″ O