Mario Fubini (* 18. März 1900 in Turin; † 29. Juni 1977 ebenda) war ein italienischer Romanist, Französist und Literaturwissenschaftler.
Fubini studierte in Turin bei Ferdinando Neri und war Gymnasiallehrer in Sanremo, Carmagnola und Turin. Er habilitierte sich 1929 und lehrte von 1934 bis 1937 als Vertreter von Michele Barbi in Florenz.
1937 wurde er auf den Lehrstuhl für italienische Literatur nach Palermo berufen, fiel aber als „Jude“ unter die italienischen Rassengesetze und wurde 1938 von seiner Professur entfernt. Er publizierte unter verschiedenen Pseudonymen. 1943 floh er mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten in die Schweiz. Er war in Mürren interniert und lehrte in dem als ‘Fakultät von Mürren’ bezeichneten Hochschullager, wo fast 300 Internierte studierten.
Nach Ende des Krieges lehrte er zuerst in Triest, dann von 1948 bis 1967 an der Universität Mailand (in dieser Zeit auch als Lehrbeauftragter an der Università Commerciale Luigi Bocconi in Mailand), schließlich noch bis zu seinem Tod an der Scuola Normale Superiore di Pisa.
Fubini war Mitherausgeber der Zeitschrift Giornale storico della letteratura italiana und Mitglied der Accademia dei Lincei (korrespondierendes Mitglied 1947, socio nazionale seit 1953). Der Accademia della Crusca gehörte er seit 1947 als korrespondierendes und sei 1970 als Vollmitglied an. 1962 wurde er Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino.
Der Verbundkatalog der italienischen Bibliotheken (http://www.sbn.it/opacsbn/opac/iccu/free.jsp) hält zu Fubini über 500 Einträge bereit.
| Personendaten | |
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| NAME | Fubini, Mario |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Romanist, Französist und Literaturwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 18. März 1900 |
| GEBURTSORT | Turin |
| STERBEDATUM | 29. Juni 1977 |
| STERBEORT | Turin |